Tag-Archiv für 'wendy'

Für dich Karl,

Weil Wendy da ja die Kommentare geschloßen hat, ich die Diskussion aber gerne weiterführe mach ich das nun hier, anschließen tu ich an den letzten Kommentar von Karl.
1. Ich hab das Wort der Querfront benutzt, ja. Elsaesser so zu bezeichnen mag nicht stimmen, weil er, Restvernunft sei dank (?), das Kooperationsangebot bzw. sogar die Angebote ausgeschlagen hat. Geschenkt. Wortwahl und Forderungen der Volksinitiative Elsaessers sind nämlich nicht so weit von denen der NPD entfernt. Schon sein Buchtitel (»Angriff der Heuschrecken. Zerstörung der Nationen und globaler Krieg«) könnte vom Titel her im Deutsche Stimme Verlag aufgelegt worden sein. Elsaesser macht dabei den Fehler den Abwehrkampf gegen Faschismus über die Kritik des Ganzen, die er nur in der Form des Finanzkapitals zu leisten im Stande scheint, zu stellen. Alle Mann gegen rechts, dass das eine Zusammenarbeit mit denen bedeutet, die nichts gegen Abschiebungen haben, diese sogar als Mittel zur Verwaltung der Nation ganz knorke finden, eine Zusammenarbeit mit jenen, die gegen Nazis auch nicht mehr zu sagen haben, als das diese »menschenverachtend« oder für das Ansehen der Nation ärgerlich seien ist dann doch erstmal ein nerviger Fakt.
1935 mag das Volksfrontkonzept vielleicht noch einen Sinn gehabt haben, heutzutage wo der Faschismus keine Option darstellt, die irgendwie wirkmächtig wäre, ist das Arbeiten in einer Volksfront gerad nochmal Irrsinn. Die realen Schädigungen gegen die sich Kommunist_innen auszusprechen haben werden heute von der Demokratie produziert. Antifaschismus hin oder her.
2. Na du kleiner Oberchecker. Was ist denn bitte die Agitation von Leuten hin zum Dasein als Kommunist_in anderes als die Verschiebung von Machtverhältnissen? Oder verschieben sich die Machtverhältnisse in deinem Traum nur in 20% Schritten? Dein Verweis auf Marx/Engels ist da doch auch nur noch Phrasendrescherei. Wie gesagt meine (un)organisierte politische Praxis im echten Leben tut hier im Internet nichts zur Sache. Du »sogenannter Kritiker« (Wertmüller) gewinnst dann auch keinen Blumentopf, wenn du mir kontinuierlich den antideutschen Peter zuschieben willst. Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich verstanden, dass ein System noch so System sein kann, ohne die Handlungen der in diesem System verfangenen Individuen aber grad mal eine leere Hülse ist. Der Staat macht ohne die Handlungen der Protagonist_innen gar nichts und auch der Kapitalismus würde nicht funktionieren, wenn nicht alle brav Schule/Uni/Arbeitsplatz aufsuchen und tagtäglich an der Reproduktion des Systems und seiner Ideologien arbeiten, oder um beim Telefonbuch zu bleiben, ich schlage eine beliebige Seite auf und finde ganz ohne Metaphysik oder Super-Revolution jemanden, der dieses System reproduziert.
Wenn meine Auffassung aber so grundfalsch ist, wie wäre es dann mal wenn du mit deiner Meinung zum Tatbestand »revolutionär« nicht hinter deinem Hügel stehen bleibst sondern sie den geneigten Leser_innen präsentierst?
3. Das alles hättest du merken können wenn du dich ein wenig mit meiner Person und meinen hier und anderswo getätigten Aussagen auseinandergesetzt hättest. Ich versperre mich ja gar nicht gegen die Kritik einzelner Protagonist_innen, das hast du mir in deinem anti-antideutschen Kartenspiel schon wieder ins Blatt gemogelt. Ich sagte die Kritik des Finanzkapitals, die Elsaesser und Freund_innen betreiben ist falsch, die wollen »Spekulanten enteignen«, »Heuschrecken« ausmerzen und bemühen sich doch tatsächlich als Politikberatung »gegen Regierungen, die den Banken Geldgeschenke durch uns Steuerzahler machen«. Das hat überhaupt nichts mehr mit Antikapitalismus zu tun, und als Antikapitalist bezeichnet Elsaesser sich nebenbei selbst, sondern mit der nach eigenem Gutdünken besseren Verwaltung von Nation und Kapital. »Idealistische Schrulle« trifft viel eher auf Elsaesser als mich, aber dir kann das ja egal sein.
Die Kritik in Richtung »Hinter dem Faschismus steht das Kapital« finde ich tatsächöich falsch, nicht um einzelne Kapitalist_innen zu entlasten, die Nazis sponsorn, sondern, weil »das Kapital« nicht hinter dem Faschismus steht. Der Faschismus ist eine dem Kapitalismus inhärente Form der Krisenlösung, aber nicht Plan des Kapitals. Das Einzige wohinter Kapitalträger_innen uneingeschränkt stehen ist wohl der Erolg ihres Kapitals in der Konkurrenz.
4.

So sehr du auch für die Revo meinst zu arbeiten, so sehr bist du doch nur ein Lakai real existierender HerrschaftsVERHÄLTNISSE, die du eben mit deiner “Systemkritik” verschleierst (und damit unaufhebar MACHsT) und ideologisch absicherst.

Argument?
5. Dass Elsaesser die Krise vorhergesagt hat mag ja wahr und gut sein. Ist aber ebenso ein Argument für seine Thesen wie meine Vorhersage, die ich hiermit getroffen habe, dass es nach »der« Krise auch wieder ein bergauf geben wird, und dann oh weia womöglich eine weitere Krise. Ob Krise oder nicht ist doch aber für eine kommunistische Kritik scheißegal, weil diese eben keine Kritik des Kapitalismus in der Krise ist, das kann von mir aus die VWL erledigen. Kommunistische Kritik verfehlt ihren Gegenstand eben nicht, wenn sie den Normalvollzug kapitalistischer Gesellschaften als das Problem darstellt. Das diese Kritik mit G-W-G‘ nocht nicht alles sagt hat aber auch keiner behauptet, du höchstens zwischen Verblendung und der Suche nach einem billigen Diss so hingestellt.
6. Versuch du es in deinen Saukopf zu bekommen: Elsaesser bezeichnet sich selber als Antikapitalist. Nach eigener Aussage geht also nicht um die F-Frage sondern um den Kapitalismus.
7. Selbst wenn es Elsaesser wirklich nur um den Faschismus gehen würde bliebe im immer noch zu sagen: »Wer vom Faschismus reden will, der sollte vom Kapitalismus nicht schweigen.«
8. Leck mich am Arsch.

Ich bin viel zu jung

Viel zu schönes Lied von Team Avantgarde:

Danke Wendy :)

Im Moment bin zu beschäftigt damit gute Musik zu hören und ansonsten einfach mal nichts zu machen, vielleicht trink ich gleich auch einfach weiter, der Kater von gestern nervt mit der Zeit. Aber ich verspreche einen Kommentar dazu, sowie ein bißchen Dresden. Was ihr euch ansonsten schon mal rot im Kalender anstreichen könnt ist der 7. Februar, da hat nämlich Josef Ackermann Geburtstag, und wie es der Zufall so will wird EinBlog da auch ein Jahr älter, also 1.

Breaking News

1. Beim gerad eben durchgeführten Stadtrundgang musst ich beim Blick in das Schaufenster eines Bestattungsunternehmen erstaunt feststellen, dass es einen „Tag des Friedhofs“ gibt.
2. Bisher übersehen der „blogsportbrauchtfüralleseinenblog kategorie antispe
Up on the agenda: Gewohnt polemische, inhaltlich großartige Kritik am Aufruf zur „Bundeswehr und NATO raus aus Afghanistan“ Demo am 20 September in Börlin.
3. Wegen gerne gelesen fresh in the blogroll: Wendy
4. Wenn mein ZoneAlarm beim Start ein Fenster mit dem Namen „Prüfungsstatus“ öffnet fühl ich mich immer an die hauptberuflichen PrüferInnen vom GSP erinnert.
so long
♥Tekknoatze