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Polemik zum beschädigten Leben.

Heute, gestern sagen wohl manche, abend saß ich in meinem angenehmen Uni-nahen Loft und fragte mich was zu tun sei. Ausgehen, nö, zocken, nö und Menschen sowieso nicht.
Eigentlich fing das riesige Bad aus Selbstmitleid, das ich sicherheitshalber in einem Haufen von unerledigter Arbeiten über die gesamte Wohnng verteilt hab, auch an mir ganz gut zu gefallen.
Und außerdem mit wirtschaftlicher Schieflage (Krise) und keinem Bock auf Bildung (PISA, remember) bin ich gar nicht so alleine. Da sticht es dunkel unter der Haube, das zutiefst deutsche Gefühl der Sehnsucht nach der Gemeinschaft.
Gemeinschaft, die es nachher sogar noch zu organisieren gilt. Wie sagt die TOP zu diesem Thema? »Mit den in der Antifa erlernten Sekundärtugenden: Durchsetzungsvermögen, Organisationsfähigkeit und Belastbarkeit, ist der Weg an die Fleischtöpfe regelmäßig noch nachholend zu haben.«
Irgendwie berhigt mich das, andererseits habe ich vielleicht zu wenig Jahre Antifa gemacht, aber ich hab nur Frustration und Hass aus meinen Jugenderfahrungen mit Nais und, deren ja eigentlich quasi schon verlängertem Arm, Polizei. Aber der Weg an die Fleischtöpfe steht mir ja prinzipiell noch gar nicht offen. Also schön weiter Politik machen, Leben und Körper beschädigen lassen und in der Agitationskasse am Ende des Jares doch nur ein riesiges Minus zu verzeichnen, während die Menschen lieber in ihrem fein herausgeputzten Deutschland sitzen. Bomber Harris, nein ein Elefant wäre mir eigentlich schon genug, sollte in der Butze mal wieder gehörig aufräumen. Do it again eben doch.
Also alles nur relativ, und nach Auschwitz und (Achtung, Atempause um das nicht einem Atemzug zu nennen) den vielen hungernden Kindern in den heutzutage als 3. Welt titulierten Regionen des Planeten Erdes, sollte ich als westlich-weiß sozialisiertes, durschnittsdepressives Wesen die Phrase mt dem schlecht gehen ja auch nicht mehr in den Mund nehmen.
Aber relativ, das will ich noch sagen, relativ, ist ja fast alles in Butter. Aber da kommen wir noch hin.
In meinem eigenen Saft am Schmoren ereilte mich irgendwann der Ruf nach kriminalisierten Substanzen. Irgendwie hatte ich im Laufe des Abends, so 2 wird es gewesen sein, noch eine halbe Flasche Vodka entdeckt und den Entschluß gefasst, dass diese nun zu vernichten sei.
In der Korn spielten die Antifa Hooligans von Los Fastidios. Ein echter Grund da nicht hinzugehen, Leute die man eigentlich mag »Antifa Hooligans« gröhlend durch die Korn wanken zu sehen musst ich mir grad nicht geben, und zum Konzert, das mich eher so überhaupt nicht interessierte, war ich sowieso zu spät. Also Mitbewohner_in geschnappt, Vodka eingeschenkt.
Irgendwann bin ich dann auch nochmal rausgegangen. Warum weiß ich nicht, Menschen habe ich nicht getroffen, also nicht solche die ich kennen würde. Egal mehr Vodka. Irgendwann, nach mehr Vodka, dann auch wieder zu Hause. Immerhin, hunderte schicke Menschen, Die Mitbewohner_in ist auch noch wach. Herrlich. Zum Ausnüchtern exzessiv StarCraft Videos. StarCraft Videos sind der perfekte Ersatz falls man mal nicht mehr in der Lage sein sollte selber zu zocken. Wie die Stunden so vergehen so vergeht der Vodka, so vergeht das Gras. Und so kommt das Grinsen. Doch gar nicht so schlimm dieses beschädigte Leben. Bis zur Ausnüchterung natürlich nur, aber bis dahin hab ich richtig Spaß. Theoretisch. Praktisch verpacke ich das hinter einem Gesicht wie gemeißelt.
Und schon wieder nichts gelernt. Ich trink meinen Vodka aus, rauch meine Kippe auf und beende diesen Post. Mit dem flauen Gefühl mindestens einen Diss vergessen zu haben. Aber draußen scheint die Sonne. Sonne ist immer gut. Nen Whirlpool und Dachterasse sollten perspektivisch besorgt werden. Die Etagen, die die Frechheit haben sich über meiner zu positioniert zu haben müssen wohl dran glauben. Auf meinem Weg an die Fleischtöpfe brauch ich Kopffreiheit.

♥Tekknoatze

Found

Man sollte meinen, StarCraft habe in elf Jahren alles erreicht, was einem PC-Spiel vergönnt sein kann: Wegweisende Balance, knapp 10 Millionen verkaufte Exemplare, Kultstatus in Asien mit extatischen Fans und TV-Sendern, die ausschließlich StarCraft-Partien von Pro-Gamern ausstrahlen, ein Programmcode, der von Developer Blizzard bis heute gepflegt wird (der neueste Patch erschien vor einer Woche) und natürlich der vielversprechende Nachfolger, der noch in diesem Jahr in den Handel kommen soll. Nun wird das Spiel auch akademisch geadelt: An der UC Berkeley kann man StarCraft studieren.