Tag-Archiv für 'nationalism'

Zweifelhafte Ehre.


Einladungsflyer zu einem »Symposium gegen Linksextremismus« des Verfassungsschutzes Niedersachsen. Zu hören unter anderem Uwe Schünemann, Minister für Inneres, Sport und Integration, mit einem Einführungsreferat zum Tagungsthema »Linksextremismus – Die unterschätzte Gefahr« und der Krefelder Extremismusschwafler Dr. Rudolf van Hüllen. Nach den Bullen hat nun auch der Verfassungsschutz das Motiv zur Silvesterdemo lieb gewonnen. Die Anmeldung ist leider schon am 20.05. abgelaufen und, dass es eine Morgenkassebeim Stehcafé geben wird glaube ich kaum. Sehr hübsch übrigens der 90 Jahre Oktoberrevolution Aufkleber von der DKP. Fehlen darf natürlich keinesfalls Die Linke. Beredtes Beispiel drüber wie affirmativ man sich noch zur Staatsgewalt stellen kann und trotzdem als Linksextremist durchgeht. Fernab dessen gilt aber zum Glück wirklich was in der Zielsetzung von Schünemann und dem Verfassungsschutzpräsidenten Günter Heiß steht: »Auch 60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland hat die Demokratie Feinde.«

♥Tekknoatze

Was tun die nächsten Tage?

Eine subjektive Übersicht was man sich in Hannover am, vor und nach dem 1. Mai angucken sollte.

30.04.

Dieses Jahr findet am ersten Mai wieder einmal ein Nazi-Aufmarsch statt, dieses mal in Hannover.

Ebenso selbstverständlich wird es ein buntes Programm an Gegenaktivitäten geben: Vom »Fest der Demokratie« über die »große Umzingelung« bis hin zur direkten Aktion gegen den Aufmarsch reicht die Spannweite der Möglichkeiten die Nazigegner_innen rund um den ersten Mai zur Verfügung stehen. Doch der positive Bezug auf die demokratische Herrschaft und ihrem gemäßigten Nationalismus ist bei einem Teil der Gegenaktionen überdeutlich und wird diese vermutlich nach außen hin prägen. Eine deutliche Sprache spricht dabei auch das pluralistische wie unkritischen Über-Motto der Gegenaktivitäten »bunt statt braun«.

Unbeantwortet bleiben die Fragen, welche Grundlage der Nationalismus eigentlich hat, was die Freund_innen des guten Deutschlands dazu bringt gegen die Nazis auf die Straße zu gehen und was das überhaupt für eine Gesellschaftsordnung von Staat und Kapital ist, die da gegen die Nazis verteidigt werden soll.

Um Antworten auf diese Fragen zu finden veranstalten wir am Vorabend des Spektakels, dem 30.04., eine Podiumsdiskussion.

Referieren werden die Gruppe Theorie.Organisation.Praxis aus Berlin zum Thema Supergedenkjahr 2009 (60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall) und Kulturnationalismus, Freerk Huisken über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Demokraten und Faschisten, Bernard Schmid zu der Frage was für einen Staat eigentlich Nazis anstreben sowie Justin Monday über nationalistische Ideologie im allgemeinen und in Krisenzeiten im speziellen. Moderieren wird Sebastian Winter vom Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Leibniz Universität Hannover.

30.04.2009 | 19 Uhr | Hörsaal E001 der Leibniz Universität Hannover im Hauptgebäude (Welfengarten 1)

Wie kommt man da eigentlich hin? So:


Zum Feiern läd die Faust:

BÄM in den Mai!
Der Klub. Die Special Edition auf zwei Floors
ORT: 60er-Jahre-Halle und Mephisto
EINLASS / BEGINN: 23:00 Uhr
EINTRITT: 5,- Euro

Nach der grandiosen Super-BÄM!-Weekend-Edition vom Januar folgt nun zum zweiten Mal das ganz große BÄM! bei BÄM in den Mai! Auf zwei Floors steht wieder ein großes BÄM!-Allstar-DJ-Team bereit, Euch mit feinster Musik umzuhauen. Den Groove in der 60er-Jahre Halle bestimmt Dan Hammond, der das Beste aus Indietronic & New Wave zusammengepackt hat. Der Mephisto-Floor hingegen wird von Yippie.de präsentiert und wartet mit den elektronischen Sounds der Filtertÿpen und ihrer Freunde auf Euch. Doch auch die anderen bewährten BÄM!-DJs werden ein paar Songs zum Besten geben. Freut Euch drauf und BÄMt gut rein. Also BÄM! Und dann Vollgas.

BÄM! ist keine Abkürzung, es klingt einfach nur gut.
BÄM! wird präsentiert von Stadtkind und Spandau Projekt.

Sonst noch: Die AAH und der AStA der Uni Hannover laden zum Vorabendkonzert, präsentiert werden: Juri Gagrin, Rogue Steady Orchestra und Bridge and Tunnel. Stattfinden wird das ab 19 Uhr am Uni Sportplatz (Am Moritzwinkel). In der Innenstadt wird ab 20.30 Uhr eine Demonstration unter dem Motto »Wir nehmen uns, was uns sowieso gehört« stattfinden. Getroffen wird sich am Steintor, eingeladen sind aber nur »alle FrauenLesbenTrans«.

01.05

Morgens ab 9 Uhr kann vor dem Haubtbahnhof das Tanzbein geschwungen werden. Stressfucktor, deine symphatische Partyreihe aus dem Tanzkeller des Abschaums, präsentiert:


Hat human traffic auch schon gewusst.
Für die Verpflegung muss man sich wohl auf den DGB verlassen, der am Klagesmarkt eine große Party mit viel Volk machen wird. Passenderweise hat der Hannoveraner Polizeipräsident Uwe Binias (s. Bild) auch angekündigt die Veranstaltung zu besuchen, nachdem er sich im Rathaus heute seinen persönlichen »bunt statt braun« Button abgeholt hat.
Abends kann man dann wieder in die Faust gehen um sich bei Treibgut die Rübe massieren zu lassen. Dit wird ne Sause in der 60er Jahre Halle und dem Mephisto werden: Christian Burkhardt, Mario Aureo, Flo D!, Itschie sowie die die Residents von den Filtertÿpen versprechen Unterhaltung galore.

02.05.

Zum Entspannen läd das Stumpf ab 16 Uhr ein, Grillen, Flohmarkt, Pank und Cocktails bis spät in die Nacht. Die Freund_innen elektronischer Tanzmusik werden im Indiego Glocksee auf ihre Kosten kommen, da heißt es mal wieder »Der Trick ist zu tanzen«.

Mit Hassmaske und ohne Yuppies- damals war noch alles besser.

»Wann gibts mal wieder richtig Riot?« singts. Damals als Yuppies noch nicht in die Kieze dieser Welt einmarschiert sind und die Linke erkannt hatte, dass man die Geister, die man rief doch nicht kontrollieren kann. Damals als die Bullen noch nicht vorkontrollierten und die Mollis im ideelen Duchschnitt viel öfter vorkamen. Kurz: die Bewegungslinke hat gemerkt, dass ihr Konzept der Kiezbespaßung nicht mehr so richtig aufgeht. Also wird erinnert wie das alles begann, um mit den Worten des Duisburger 1. Mai- Aktionsbündnis zu sprechen »seit 1886 antifaschistisch und international«, Haymarket Riot heißt das Schlagwort, so beginnt denn auch das Video gefolgt durch die Abgründe der 1. Mai Plakate, den eigenen Heuschreckentick natürlich nicht auslassend. Und mit dem »Hier geht was« zieht man klar immer noch die bewegendste Bewegung und damit die kommt wird den Rest des Videos Riotporn zu schlechtem Antifa-Schlager-Cover geliefert.


via

Dem Niveau des Entertainments im Mobilisierungsvideo folgt dann auch die Niveau des Kritiks im Machwerk von Aufruf. Zusammen mit der ARAB wird gefordert »burn, capitalism, burn«. Was denn dieser Kapitalismus eigentlich ist, weiß man nach der Lektüre leider auch nicht. Einzig bleibt hängen Kapitalismus heißt Krieg1 und Krise. Jetzt wo alle Welt jammert, wie schlimm die Krise sei, muss es wohl reichen, den Leuten zu sagen, dass die Krise immanenter Bestandteil des kapitalistischen Systems sei um das kapitalistische System als Ganzes zu blamieren. Das was ALB und ARAB da darlegen ist die Realität und den Leuten, die den Aufruf lesen wohl durchaus bewusst. Die idealistische Welt der Deutschen scheint gescheitert, da muss nur die richtige Alternative heranrauschen und »Werdet Kommunist_innen!« skandieren und die Leute werden sich bewusst darüber, dass diese mißliche Lage abgeschafft gehört, dass den »Lügen unserer PolitikerInnen« kein Glauben zu schenken ist. Schöne heile Welt.
Eine Auseinandersetzung mit den Gegenständen, die da angeprangert werden wird bewusst vermieden. Die ideologischen Programme der Herrschenden, die BKA-Gesetz, Antiterrorgesetze, Sozialkürzungen etc. vorsehen, werden mit dem idealistischen Hammer geschlagen, dass es nur so kracht, aber außer der Schlechtigkeit dieser Gesetze, der angeblichen Verlogenheit der Politiker_innen und der Forderung nach »Freiheit« kommt keine Analyse dieser Programme bei rum. Was denn die Politiker_innen dazu treibt die innere Sicherheit zu verteidigen bleibt im Dunklen, auch warum nicht nur die Antifa nach Freiheit strebt, sondern die persönliche Freiheit in den bürgerlichen Staaten nach ganz weit oben gehalten wird, und wo sich diese Freiheit denn von der der Antifa unterscheidet bleibt unbeantwortet.
Wirklich skurril wird es wenn die Nazis nicht aus dem Spiel ausgelassen werden können (das ultimative »menschenverachtende« Böse darf aber nu auch nicht fehlen), als Schärfung des Verständnis verfolgen die Politiker_innen folglich ein Programm des Standort-Nationalismus, während die Nazis einfach nur Nationalismus propagieren. Die Nazis verfolgen dabei nebenbei noch das Klischee der reinen Brutalität gegen alles »Andere«. Ideologische Programme, der Rechten werden dabei nicht ernst genommen. Als hätte NPD und Konsorten etwas gegen das »Andere« wenn es nur da wäre wo es hingehört. »Alles Lüge« scheint immer noch das einzige was der ALB zu den Bemühungen der Rechten im sozialen Bereich einfällt2. Müßig zu sagen, dass weder das Standort-nationalistische Konzept »unserer PolitikerInnen« noch das normalo-nationalistische Programm der Nazis analysiert werden, wozu auch wenn beide lügen.
Mehr als Bürger_innen mit Hassmaske bleibt auch bei der erneuten Mobilisierung nicht von der ALB über. Bürger_innen, die ihr eigenes Ideal hegen und pflegen und hoffen, dass das eines Tages mal was wird mit ihrem Segensreich des Kommunismus, oder Kapitalismus ohne Konsum, oder so. Rote Antifa Duisburg und ihre Konsorten sagen es so: »Eine radikale Veränderung aller bestehenden Verhältnisse auf der Welt, die den Menschen über den Profit stellt und Solidarität als Fundament einer Gesellschaft als Ziel hat, ist unsere Perspektive.« Ja wenn die Leute denn wenigstens gut wegkommen würden wenn sie sich schon für den Profit der Unternehmen ausbeuten lassen. Und wenn es dann mal kriselt stehen wir alle z’samme, im Kölner Karneval, der Sozialpartnerschaft oder in der Schlange beim Supermarkt. burn, idealism, burn.

♥Tekknoatze

  1. Dass Kapitalismus und ein bürgerlicher Staat auch ohne Militär ganz gut funktionieren würden hat die, bei anderen Gelegenheiten in die Würden eines Bündnispartners erhobene, DFG-VK oppulent in ihrer Broschüre »Bundeswehr abschaffen! Alternativen zum Militär« dargelegt, inklusive »Existenzieller Probleme, die die Menschheit lösen muss«. [zurück]
  2. Ansätze einer tiefergehenden Analyse des Verhältnis von Nazis zu sozialer Frage liefert die Broschüre »Nationaler Sozialismus- Antikapitalismus von völkischen Freaks« von TOP Berlin, die in 2. Auflage erschienen ist. [zurück]

Singen für die Freiheit.

Alex Alvaro kennt niemand. Das könnte daran liegen, dass er bei der FDP ist oder das er bei der FDP den prestigeträchtige Posten des Spitzenkandidaten für das Europaparlament inne hat. Die Jungen Liberalen, liebevoll JuLis genannt, sind gerne mal hipp und vorne dabei. Vermutlich deswegen reihen sie sich jetzt in die illustre Reihe von Jägermeister, Stefan Raab, Detlef Soost, Sido, Dieter Bohlen etc. ein und veranstalten einen Songcontest. Denn, »es ist Zeit geworden, Europa endlich mal so richtig zu rocken!«


Warum beschwert sich eigentlich niemand darüber, dass Curse da mitsingt? Dessen Text wurde ja schon früher vom »Webmaster der FDP-BW« hochgelobt. Also denunziert ihre Freiheit und schickt eure Einsendungen ein, leider nur noch bis zum 29. April.

♥Tekknoatze

Samy, du läufst ja immer noch.

Dis wo ich herkomm, alter Hut. Samys Stellungsnahme ebenso, aber immer noch von einer derartigen Trollheit, dass nichts zu sagen an die Gefahr der Volksverdummung grenzt.

Sonst wird einem als Rapper immer vorgeworfen, wie wenig Inhalte heutzutage in der Musik transportiert werden und sobald mal einer was aussagt, muss er gleich ins Kreuzfeuer genommen werden und jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt.

Ungerecht. Da hat man »immerhin« schonmal Inhalt in einen Text gepackt und ist ob dieser Glanzleistung, mal ehrlich Samy Hip Hop mit Inhalt haben deine Kolleginen früher auch schon mal besser hingekriegt, mächtig Stolz. Und dann kommen die Kritiker, schultern die Waffe der Kritik und ballern einen da wo du herkommst. Über die Kritik die geübt wurde muss man nicht mal mehr was sagen. Um die Kritik zurückzuweisen reicht schon der Verweis auf die Goldwaagen, die die Kritiker_innen angeblich ausgegraben haben. Wenigstens in einem Punkt behält er recht: Samys Inhaltsschwere ist nur mit einer Goldwaage zu fassen- und genau da fängt mitunter das Problem an.

Es gibt also doch keinen Zusammenhang zwischen Adolf und Nationalstolz wie ich behauptet habe.
Schade.
Tut mir leid, falsch recherchiert.

Zumindest einmal scheinen dir die Argumente für deine These ja schon vor Gebrauch abhanden gekommen sein. Die These ist in ihrer Abstraktheit eben erstmal nicht endgültig zu wiederlegen. Aber anstatt konkreter zu werden gibt man sich auf inhaltlicher Ebene mit eingesteckten Dissen wohl zufrieden und hat »falsch recherchiert.«

Ich bin kein politischer Aktivist. Ich bin Musiker und Dichter und manchmal lenken die Worte den Inhalt und nicht andersrum.

Dieter Nuhr wagte sich schon vor Jahren in das Gebiet der Dummbeutelforschung und hat treffend festgestellt: »Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.« Dürfte dieser Spruch auch mittlerweile zur Binsenweisheit verkommen sein hat er Samy anscheinend nicht erreicht. Nur weil nämlich die öffentliche Meinung meint, dass Deutschrap keinen Inhalt mehr hat muss nicht Messias Deluxe vom Altar herabsteigen und uns versuchen die Wahrheit zu erzählen. Falls du, Samy, in nächster Zeit doch noch vor hast die Rolle des »politischen Aktivisten« einzunehmen, und dich nicht von der folgenden Kritik überzeugen lassen willst, begrüßt dich der linke Bewegungszirkus bestimmt mit offenen Armen. Die schreiben auch Gedichte, machen Musik (sogar for real so mit Trommeln) und lassen gerne den Inhalt davon bestimmen, womit vermeintlich die Leute von ihrer Position weggezogen werden können, ergo was ihnen im Moment grad gefällt.

Genauso war mir klar, dass der Fakt, dass Hitler ein Österreicher war, für uns als Deutsche nichts besser macht, aber ich fand es
humorvoll und irgendwie auch passend „deutsch“, so ein Problem jemand anders in die Schuhe zu schieben.

Weißt du, du musst deine Platten verkaufen, ich sag das jetzt zum zehnten Mal und sowieso, aber bitte lass es in Zukunft sein. Deine populistischen Platitüden sind nämlich nichts anderes als was ich früher schon sagte. Für die nationale Mobilmachung zu gebrauchen. Das was du »euch Deutschen« erzählen willst hat nicht den Hauch von Gesellschaftskritik, die du vermutlich sogar noch meintest zu formulieren, sondern diente im Gegenteil immer nur dazu diese Gesellschaft in ihren, zur Zeit gerade angesagten Formen, deinen schönen Idealen entgegenzustellen. Das du erkennst, was du da für Scheiße fabrizierst will ich dir aberkennen. Könnte doch die Erkenntnis, dass es schon etwas typisch deutsches ist die Kritik von sozialen Problemen auf andere Gruppen zu projizieren, den Kapitalismus auf die Juden (heute vornehm Heuschrecken oder Finanzkapital), die Homophbie auf den Islam, Anlass zu der Erkenntnis sein, dass dieser »Exportschlager Leitkultur« und die vorgenommene Projektion nicht haltbar sind, betrachtet man ein wenig mehr als die schnöde Oberfläche. Schon ziemlich lustig das Ganze.

Merkwürdig finde ich, dass der Schreiberling sich ja scheinbar persönlich von mir angegriffen fühlt, obwohl bisher nicht mal
Österreicher negativ auf dieses Statement reagiert haben.

Denn wenn die Ösis nicht sauer sind, dass der Hitler einer von ihnen ist, hat das demokratische Votum entschieden, ist die Kritik abgetan?

Um eine komplette Generation, die mit ihrem Land mehr Schlechtes als Gutes verbindet.

Dass du einer kompletten Generation ihre positive Identität wieder einverleiben möchtest ist ja schon uncool. Wenn wir mal ehrlich sind und uns dieses Land und all die anderen Länder anguckt hat diese ganze Generation, wie die Generation davor und die danach auch nicht den kleinsten Grund mit »ihrem« Land allzu glücklich zu sein. Auftrag des bürgerlichen Staates ist nämlich keineswegs dein Ideal von Friede, Freude und von Eierkuchen, am besten ohne Nazis dafür aber mit ganz viel Deutschland, sondern die Organisation kapitalistischen Wettbewerbs. Dieser kapitalistische Wettbewerb hat, wie bei emsiger Recherche der Name vielleicht schon ergibt, ein Ziel: den Profit. Den Kapitalist_innen ist zum Erreichen dieses Profits im Grunde noch jede Methode recht, das noch nichtmal weil diese »gierigen Chefs« als Kind in den Kessel Raffgier gefallen sind, sondern weil sie im Falle eines unprofitablen Abschluss alles verlieren. Der Staat mischt sich dabei als Ordnungsmacht ein, er garantiert, dass die Produktion überhaupt zivilisiert laufen kann und das was allgemein als »Barbarei« oder »rückschrittlich« empfunden wird nicht passiert. Nämlich, dass die Leute mit Waffen den Leuten mit weniger Waffen ihr Hab und Gut nehmen und die Leute ohne Waffen, und ohne Hab und Gut, mal wieder richtig feudal zum Arbeiten bringen.
Dank all dieser tollen Staaten, die mit jeweils festgelegten Grenzen jeweils einen gewissen Teil der Welt unter ihrer Knute halten, haben wir also immer die »Freiheit« zu arbeiten, für einige ist diese Form der Arbeit gar so ein Ideal, dass es gar ein Recht auf Arbeit gäbe. Und diese Arbeit für die der Staat noch allen aufrührerischen Bewegungen die Finger wundkloppt dient genau einem Zweck: der Vermehrung des Profits des Kapitalisten mit dem wir gerade einen Arbeitsvertrag abgeschloßen haben. Wenn man nun die staatlich garantierten Freiheiten unter dem Licht betrachtet, dass sie einem selber aber überhaupt nichts nutzen sollte das Ideal, der guten weil wertschaffenden Arbeit zu verblassen beginnen. Als verdinglichte Wesen stehen, sitzen oder liegen wir an unserem Arbeitsplatz, nicht weil wir wollen sondern weil uns sonst ein Leben als armer rechtloser Pauper bliebe, für den Fall, dass uns überhaupt ein Leben bleibt. Neben dem Broterwerb, und dem oft auch nur knapp, haben wir nur eine Menge Zeit damit verschwendet Waren herzustellen, die uns aber gar nichts bringen und von anderen auch nur konsumiert werden können wenn diese vorher ihre Arbeitskraft zu verkaufen, sich also Tag für Tag schädigen. Ein Staat, der da nicht mit Tonfas sondern mit Sozialleistungen (auch wenn sich auch nicht ausschließen muss) die Bürger_innen bei Stange hält mag zwar erstmal symphatischer dreingucken macht aber am Ende dasselbe. Die Leute haben also allen Grund kräftig sauer zu sein auf den Staat.

Ich glaube nicht, dass ich die Lösung für alle Probleme habe, aber ich wollte einfach mal wieder Leute über etwas Anderes reden hören als wer mit wem Beef hat.

Beim nächsten Mal gehst du dann bitte in Café an der Alster und verschonst die Öffentlichkeit mit deinem Gesülze, einverstanden?

Ob wir es wollen oder nicht, ernst nehmen oder nicht, aber dieses Land ist die gemeinsame Basis von uns allen und unseren Kindern, die später alles das ernten werden, was wir jetzt säen.

Und das viel zu viele genau das wollen ist das Problem. Die begreifen eben nicht, was dieses Land, »die gemeinsame Basis von uns allen«, nämlich überhaupt nicht als gemeinsame Basis taugt. Mit den Idealen von Freiheit und Gleichheit im bürgerlichen Staat ist es nicht weit her. Wenn man eine Freiheit ohne Zwang, den Zusammenschluß der tatsächlich freien Menschen meint, dann entpuppen sich die staatlichen Reglementierungsversuche schnell als falsche Freiheit und falsche Gleichheit.

Ich weiß noch nicht, wie sehr ich diesem Land in seinem Entwicklungsprozess helfen kann, aber ob jemand mit einem „Hitler
blog“ jetzt der Richtige ist, um mich zu kritisieren und diesem Land zu helfen, weiß ich auch nicht.

Ich hoffe, dass du mal einsiehst, dass du diesem Land gar nicht helfen solltest. Andernfalls halte ich es mit deiner Eröffnung: »Was soll man da noch sagen???«

♥Tekknoatze

des rues de sucre





des rues de sucre.

www.strassenauszucker.tk

Volkslecker

Weil es bei mir gerade auf dem Speiseplan stand hier der schon von Prinzessin Konzuela oder timon vorgestellte Werbespot von Pfanni:


Interessieren würde mich mal was Unilever so in anderen Ländern an Werbung ausstrahlen lässt.
Am Donnerstag fand in Berlin eine Veranstaltung statt, die sich mit Kultur als Ideologie statt. Berichte von der Veranstaltung gibt es beim geprüften Argument als auch bei unkultur.
EinBlog hat es nebenbei geschafft als Ghost bei meta.copyriot.com indiziert zu werden und findet sich jetzt neben so symphatischen Gestalten wie lysis, lea, revolution oder dem ivi wieder.

♥Tekknoatze

Stoppt die Irren- heute Samy Deluxe.

Wir leben in `nem Land, in dem mehr Schranken stehn als es Wege gibt, mehr Mauern als Brücken gibt.
Die Stimmung is negativ, und die Alten fragen warum rauch ich täglich Weed,
warum sind ich und meine ganze Generation so depressiv?
Wir sind jeden Tag umgeben von lebenden Toten,
umgeben von Schildern die uns sagen: Betreten verboten!
Umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen, während Bullen daneben stehn, um Problemen aus dem Weg zu gehen
umgeben von Ja-Sagern, die alles nur nachlabern, denen kaltes dunkles Blut pumpt durch die Schlagadern
umgeben von Kinderschändern, die grad mal Bewährung kriegen, genauso wie die scheiß Nazis deren Opfer unter der Erde liegen.

Samy Deluxe- Weck mich auf, 2001

Wenns denn so schlimm ist,
dann solln wir hingehn wo wir herkomm‘
Wir komm‘ aus Deutschland,
Land der abfälligen Bemerkung

ASD- Ich und Er, 2003

Und wir haben kein Nationalstolz und das alles bloß wegen Adolf -
ja toll schöne Scheiße der Typ war doch eigentlich ‘n Österreicher
Ich frag mich was soll das, als wäre ich Herbert Grönemeyer
Die Nazizeit hat unsere Zukunft versaut
die Alten sind frustriert deshalb badet die Jugend es aus
Und wir sind es Leid zu leiden, bereit zu zeigen
wir fangen gerne von vorne an, Schluss mit den alten Zeiten
Siehs mal so:

Dies hier ist unser Deutschland
Dies hier ist euer Deutschland
Dies ist das Land wo wir leben
Dies ist das neue Deutschland

Samy Deluxe- Dis wo ich herkomm, 2009
Samy Deluxe ist zurück. Besorgt um Deutschland wie eh und jeh. Schließlich stand bei »Weck mich auf« schon fest, dass die Nazis nur »meinen dies Land sehr zu lieben«, weil die das aber eben nur meinen ist die Frage »warum seid ihr hier geblieben?« vollkommen folgerichtig. Nazis raus, den die schaden eurem Land. Schon klar. Unverständlicher der Aufschrei, da will mal wieder jemand an Deutschland denken ohne das, was heutzutage so als ärgerlich für den Ruf der Nation hingestellt wird. »Ich werd beweisen, dass ich mehr für Deutschland tu als der Staat«, Samys neues altes Leitmotto. Die Mittelschicht flugs noch als Hoffnung und Chance im verwalteten Elend erkannt und Samy, der nach eigener Aussage »das Land sein ganzes Leben gehasst hat«, erkennt, dit allet ne Wolke ist. Für die nationale Mobilmachung zu gebrauchen, neu kaum. Richtiger wird es mit der Zeit auch nicht.
taz hitlerblog, schons

♥Tekknoatze

Nachtrag 23. Februar 2009: Samy Deluxe hat zum Text und der Kritik dadran mittlerweile Stellung genommen. Gibt es z.B. bei blogsports1.de.

Du kommst mir bald ins Gulag.

fernsehkritik.tv, von dem hier oder dort schon geredet wurde, ist sowieso schonmal schlecht, was von Inhalten erstmal vollkommen abstrahiert, am untergründigen Moderator liegt. Holger Kreymeier , der Verantwortliche für den Schund, ist auch noch inhaltlich eine Null.


Holger Kreymeyer, von Berufs wegen Idiot.

In Folge 21 seines »satirisch-kritischen« Magazins macht der Gute es sich zum Auftrag den schwulen Fernsehsender TIMM zu kritisieren.
Ein »televisionäres Ghetto« will man entdeckt haben, dabei sind sie ja gerade ein Stück weit integriert worden in diese Gesellschaft.
Istanbul kommt auch vor, als »neues Homo-Mekka, oder was?« Denn wir wissen ja alle, bei den schwuchtelsteinigendenden Museln da unten da kann es ja gar kein echtes »Homo-Mekka« geben, das haben schön Berlin, London, San Fransisco oder Köln zu sein. Istanbul ist keinen Besuch wert, zumindest nicht für für den Durchknaller von fernsehkritik.tv.
Rechtfertigen kann Kreymeier sich auch, für das und seine Fans, die mal eben fast so durchgeknallt sind wie der große Chef selber, gibt es ein Forum. Und da verlautbart der gute alte Herr:

»Ich habe bewusst darauf verzichtet, den Off-Sprecher zu machen und stattdessen eine „schwulere“ Stimme dafür verpflichtet – eigentlich wollte ich es damit authentischer machen.«

und:

»Ich habe hier nicht »das dümmliche Klischee der Schwulensprache« zementiert, denn der Sprecher des Beitrags ist tatsächlich schwul… im Gegenteil wendet sich der Beitrag ja gerade gegen das Zementieren von Klischees.«

Weil sich da 2 Idioten gefunden haben und der eine davon sogar noch schwul ist, ist das zementieren von Klischees gegen das zementieren von Klischees natürlich absolut nachvollziehbar …und Krieg ist Frieden.
Wichtig ist natürlich auch der Hinweis, dass nicht irgendwelche »Schwulen« dort einen Sender gegründet haben, sondern DIE Schwulen. Die Schwulen, auf die WIR Heten jetzt endlich ein Stück zugekommen sind, aber dieses undankbare Pack kapselt sich stattdessen wieder ab- in’s »televisionäre Ghetto«… Konstruktion eines homosexuellen Bodyminds oder biologisieren nennt man sowas für gewöhnlich, aber das wird ja auch an anderer Stelle schon vorgeführt, wo man einen Sender für Homosexuelle mal eben in eine Linie mit einem Sender für Menschen mit blauen Augen oder lockigen Haaren gestellt hat. “So klappt das bestimmt mit der gesellschaftlichen Anerkennung” ist der lapidar-ironische Kommentar des Off-Sprechers, also mit anderen Worten: Wenn Schwule diskriminiert werden, sind die jetzt wieder selbst schuld, was gründen die auch so einen Sender?
Zum Thema Ghettobildung und Randgruppen haben aber natürlich auch die User_innen ihre Sachkenntnis unter Beweis zu stellen.

»Ich muss auch sagen, dass das absolut treffend war. Einiges im Fernsehn erinnert nämlich wirklich an das dritte Reich wie zum Beispiel die öffentliche Diskriminierung und Benachteiligung von Randgruppen (heute eben Airsoftspieler und andere), oder eben auch dieser Stylomat, der auf den Leuten »Den perfekten Menschen« machen soll.«

Softairspieler, die sich übrigens auch gerne in Ghettos abgrenzen und das ganze dann Spielfeld nennen, sind quasi die Juden von heute, der ewige Antisemit mittlerweile zum Antisoftairismus übergetreten.
Keine Angst. Kreymeyer weiß, denen die Tag für Tag unter der Homophobie, nein die gibt es ja nicht, Kreymeyer weiß denen, die sich echt nicht integrieren wollen zu helfen:

»Ich würde dir zu etwas mehr Selbstbewusstsein raten anstatt hier herumzujammern!«

Was der aus dem Trend gekommene Zyniker Broder mal über den BildBLOG verlauten ließ bekommt in Bezug auf Kreymeyer und seine Kretins von Anhänger_innen direkt einen Hauch von Wahrheit:

»Und Niggemeier treibt es nicht mit sich allein. Einige zehntausend Afficionados, die nicht einmal eine gelesene BILD aus der U-Bahn mitnehmen würden, besuchen regelmäßig den BILDblog, um sich darüber zu informieren, was ihnen so zuwider ist wie einem Vegetarier eine Portion Tartar. So wichst zusammen, was zusammen gehört.«

Aber schließen wir mit seinen Worten, »doch noch schlimmer als eine Schneebrettlawine ist ein Brett vorm Kopf beim Moderieren.«
kuchen und ♥Tekknoatze

Polemik zum beschädigten Leben.

Heute, gestern sagen wohl manche, abend saß ich in meinem angenehmen Uni-nahen Loft und fragte mich was zu tun sei. Ausgehen, nö, zocken, nö und Menschen sowieso nicht.
Eigentlich fing das riesige Bad aus Selbstmitleid, das ich sicherheitshalber in einem Haufen von unerledigter Arbeiten über die gesamte Wohnng verteilt hab, auch an mir ganz gut zu gefallen.
Und außerdem mit wirtschaftlicher Schieflage (Krise) und keinem Bock auf Bildung (PISA, remember) bin ich gar nicht so alleine. Da sticht es dunkel unter der Haube, das zutiefst deutsche Gefühl der Sehnsucht nach der Gemeinschaft.
Gemeinschaft, die es nachher sogar noch zu organisieren gilt. Wie sagt die TOP zu diesem Thema? »Mit den in der Antifa erlernten Sekundärtugenden: Durchsetzungsvermögen, Organisationsfähigkeit und Belastbarkeit, ist der Weg an die Fleischtöpfe regelmäßig noch nachholend zu haben.«
Irgendwie berhigt mich das, andererseits habe ich vielleicht zu wenig Jahre Antifa gemacht, aber ich hab nur Frustration und Hass aus meinen Jugenderfahrungen mit Nais und, deren ja eigentlich quasi schon verlängertem Arm, Polizei. Aber der Weg an die Fleischtöpfe steht mir ja prinzipiell noch gar nicht offen. Also schön weiter Politik machen, Leben und Körper beschädigen lassen und in der Agitationskasse am Ende des Jares doch nur ein riesiges Minus zu verzeichnen, während die Menschen lieber in ihrem fein herausgeputzten Deutschland sitzen. Bomber Harris, nein ein Elefant wäre mir eigentlich schon genug, sollte in der Butze mal wieder gehörig aufräumen. Do it again eben doch.
Also alles nur relativ, und nach Auschwitz und (Achtung, Atempause um das nicht einem Atemzug zu nennen) den vielen hungernden Kindern in den heutzutage als 3. Welt titulierten Regionen des Planeten Erdes, sollte ich als westlich-weiß sozialisiertes, durschnittsdepressives Wesen die Phrase mt dem schlecht gehen ja auch nicht mehr in den Mund nehmen.
Aber relativ, das will ich noch sagen, relativ, ist ja fast alles in Butter. Aber da kommen wir noch hin.
In meinem eigenen Saft am Schmoren ereilte mich irgendwann der Ruf nach kriminalisierten Substanzen. Irgendwie hatte ich im Laufe des Abends, so 2 wird es gewesen sein, noch eine halbe Flasche Vodka entdeckt und den Entschluß gefasst, dass diese nun zu vernichten sei.
In der Korn spielten die Antifa Hooligans von Los Fastidios. Ein echter Grund da nicht hinzugehen, Leute die man eigentlich mag »Antifa Hooligans« gröhlend durch die Korn wanken zu sehen musst ich mir grad nicht geben, und zum Konzert, das mich eher so überhaupt nicht interessierte, war ich sowieso zu spät. Also Mitbewohner_in geschnappt, Vodka eingeschenkt.
Irgendwann bin ich dann auch nochmal rausgegangen. Warum weiß ich nicht, Menschen habe ich nicht getroffen, also nicht solche die ich kennen würde. Egal mehr Vodka. Irgendwann, nach mehr Vodka, dann auch wieder zu Hause. Immerhin, hunderte schicke Menschen, Die Mitbewohner_in ist auch noch wach. Herrlich. Zum Ausnüchtern exzessiv StarCraft Videos. StarCraft Videos sind der perfekte Ersatz falls man mal nicht mehr in der Lage sein sollte selber zu zocken. Wie die Stunden so vergehen so vergeht der Vodka, so vergeht das Gras. Und so kommt das Grinsen. Doch gar nicht so schlimm dieses beschädigte Leben. Bis zur Ausnüchterung natürlich nur, aber bis dahin hab ich richtig Spaß. Theoretisch. Praktisch verpacke ich das hinter einem Gesicht wie gemeißelt.
Und schon wieder nichts gelernt. Ich trink meinen Vodka aus, rauch meine Kippe auf und beende diesen Post. Mit dem flauen Gefühl mindestens einen Diss vergessen zu haben. Aber draußen scheint die Sonne. Sonne ist immer gut. Nen Whirlpool und Dachterasse sollten perspektivisch besorgt werden. Die Etagen, die die Frechheit haben sich über meiner zu positioniert zu haben müssen wohl dran glauben. Auf meinem Weg an die Fleischtöpfe brauch ich Kopffreiheit.

♥Tekknoatze

No more Silbermond

Silbermond, ham nen neues Lied, soll um die Krise gehen sagt phex. Im Video: Riot. Schlecht. Bestmarke in Videos mit Riotbullen: Foo Fighters- The Pretender. Schwöre.

Bomber über Dresden.

Darum geht es Bomber, die Bomben über Dresden abgeworfen haben. »Bombenholocaust« sagen die einen, »Opfer wie alle anderen« die nächsten und die vernünftigsten sagen »Selbst dran schuld« oder »Sowas kommt von sowas«.
Dann kommen die an, die »Bombenholocaust« einst als Wort erfanden. Und das jedes Jahr. In den vergangenen Jahren wurde Dresden und den armen deutschen Opfer in einer immer größer werdenden Demonstration gedacht.
Mit Nazi-Demonstrationen an sich hat der ideele Gesamtantifa ja kein Problem, schließlich stehen da andere Gruppen der Zivilgesellschaft Gewehr bei Fuß. In Dresden wollen die zivilgesellschaftlichen Gruppen zwar nicht auf dem Trauermarsch mitlaufen. Für eine Kranzniederlegung sind aber wieder alle eins gedenken den Deutschen den die Bomben auf den Kopf gekriegt haben. Wieviele Deutsche eigentlich gestorben sind schien jahrelan nicht klar und Zahlen von 35.000 bis zu 500.000 Toten machten lange Zeit die Runde. Die Organsitoren des Trauermarsches sprachen von 250.000. Die Dresdner Historikerkommission hat in ihrem Bericht festgestellt, dass es ca. 25.000 Tote gewesen seien.
Ob nun 250.000 Tote oder nur 25.000 kann für den Gedenkspleen der Deutschen aber vollkommen ohne Einfluss bleiben. Ihnen geht um darum ihre eigenen Opfer gebührend zu betrauern und Deutschland war ja auch nur ein Täter unter vielen. Die Bomben auf Dresden, Hamburg, Köln und dutzende andere Städte nicht im Kontext von Holocaust, Angriffskrieg und Rassismus zu sehen, die Deutschen als Opfer hinzustellen ist aber nichts anderes als Geschichtsrevisionismus und Bagatellisierung der deutschen Taten. So was kommt eben doch von so was und die Bomben auf Deutschland nicht aus dem luftleeren Raum.
Blicken wir nochmal kurz in die historische Sauce und stellen fest: Wenn Antifaschismus nicht anderes als die Verteidigung der bürgerlichen Herrschaft gegen eine faschistische sei, dann waren Großbritannien, die Sowjetunion und die USA aber mal richtig antifaschistisch.
Am Angebot der Gegenproteste gegen den Naziaufmarsch und das bürgerliche Gedenken ändert sich dieses Jahr was. Neben der Gruppe venceremos, die schon die letzten Jahre die Gegenproteste organisierte, haben sich mit dem no pasaran Bündnis auch IL und Co. eingeklinkt.
no pasaran mobilisieren mit einem Antifa-Aufruf wie aus der Konserve. Der Blick auf gesamtgesellschaftliche Zustände wird zugunsten der Nazis aufgegeben, um niemanden zu verschrecken oder wie es dann auch immer genannt wird.
Lange Besprechungen einzelner Passagen sehe ich ls unnötig an, soviel gibt es gar nicht zu sagen, es bleibt der Nachgeschmack Nationalismus wär eine Sache der bösen Nazis in »Sachsen rechts außen«. Kapitalismus hingegen als ideologieförderndes Moment bleibt ganz außen vor.
Empfehlenswert find ich den Aufruf von venceremos: »Keine Versöhnung mit Deutschland« sowie aus dem Dorf nebenan den Aufruf der Gruppe Gegenstrom und der Basisgruppe Geschichte: »Dresden- ein unzerstörbarer Mythos?«

♥Tekknoatze

Liebe SPD,

dein Vorsitzender, Franz Müntefering, übt sich in »scharfer Kritik« und »denunziert« die Linkspartei.
Nun, wir wissen ja schon ein bißchen länger, dass es Demokrat_innen schwer fällt mehr als Verbote und moralische Verurteilungen politischer Gegner hinzukriegen, ja das es ihnen gar unmöglich fällt diese zu kritisieren. Freerk Huisken sagte so schön, zugegebenermaßen da ging es wirklich um Faschist_innen, und nicht den Versuch eine Partei als solche zu labeln, ihr seid »Konkurrenten um Dasselbe, um die Erringung der Macht im bürgerlichen Staat.«
Und da liegt der Hund begraben. Andere Mütter haben auch häßliche Töchter, und wenn die eigene schon so häßlich ist, dass selbst der ideel gesamtverblödete Wähler sie nicht mehr heiraten, pardon, wählen will, dann müssen die der anderen halt noch häßlicher erscheinen. In einer Gesellschaft, die klare Feindbilder hat, Totalitarismustheorie sei dank gibts die ja links wie rechts, muss man dann nur andere Töchter in ein neues Kleid reden, da sollte dann das Antlitz Stalins oder Hitlers draufgestickt seien, und der populistisch, moralisch einwandfreie Einspruch gegen eine Freundschaft, schon wieder pardon, Koalition ist fertig. Der dümmste Bauer erntet halt doch die dicksten Kartoffeln.
Und so wie der Fisch vom Kopf her stinkt und ein Nazi-Vergleich keine Kritik ist, stinkt dein Nationalismus, nebenbei genau wie der von der Linken oder der NPD. Aber Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, und auf Länderebene scheint das mit der »nationalen, sozialen Politik« ja schon wieder ganz anders auszusehen. Meine Ablehnung gegen deinen demokratischen Stall voll Populist_innen und Idealist_innen, die hält für immer.

Versprochen,
♥Tekknoatze