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Linker Irrsinn 1

Heute: Antifa is watching you und der restliche Wahnsinn einer Provinzantifa

Unter diesem Titel hat die Autonome Antifa Mecklenburg-Strelitz ein Tool eingebaut, dass jedem/jeder BesucherIn seine/ihre IP, Herkunft sowie den Typ des benutzten Browser vorhält.
Gleichzeitig echauffiert man sich über Vorratsdatenspeicherung und Menschen, die was dafür sagen.
Dabei sollte doch klar sein, dass es vollkommen irrsinnig ist auf der einen Seite Menschen den Eindruck zu geben überwacht zu werden, noch dazu von einer sich als emanzipatorisch verstehenden Gruppe.
In einer emanzipierten Gesellschaft sollte es sowas doch eben nicht geben- ist sie doch eine Gesellschaft FREIER Individuen, die eben nicht von anderen in ihrer Freiheit eingeschränkt, kontrolliert oder beobachtet werden. Ebenso sollte die Herkunft eines Menschen vollkommen unerheblich sein.

Aber ehrlicherweise: Was will man bitte von einer Gruppe erwarten, deren Kampf gegen Nazis sich durch das Verlinken von Deutschland mögenden Bands äußert, deren Analyse vom Kapital bzw. deren Gegnerschaft zu jenem sich auf die „bösen Herren in den Chefetagen von Konzernen und Banken“ beschränkt und die glaubt, dass einer sozialer Staat möglich sei bzw, dass ein sozialer Staat besser sei, als einer der sich durch Privatisierungen äußert und, die tatsächlich abseits jeder antikapitalistischen Konsequenz fordert „zu mobilisieren, um für den Erhalt von Arbeitsplätzen und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.“
Geht doch grade das letzte an jedem Punkt linksradikalen Denkens konsequent vorbei, denn nur weil der/die ArbeiterIn ein paar Euro/Dollar etc. mehr in der Lohntüte hat geht es der/dem ArbeiterIn keineswegs besser. Anders gesagt er/sie wird immer noch ausgebeutet und unterliegt immer noch Herrschaftsverhältnissen.
Weiter geht die Staatsliebelei der autonomen „Antifas“ dann im Absatz über Freizeit für alle, wo wieder der Staat in der Pflicht gesehen wird billige oder nein noch besser gratis Freizeitangebote für alle zu schaffen. Auch hier wird wieder übersehen, dass es keineswegs Aufgabe des Staates ist eine soziale Welt zu schaffen und dafür zu sorgen, dass es allen Menschen gut geht sondern, das die Kapitalverhältnisse aufrecht erhalten werden und die BürgerInnen sich in ihrem Zwangskollektiv nicht zu unwohl fühlen.
Abschließend wird alles falsche noch einmal zusammengefasst, die etablierten Parteien betreiben “ allesamt eine Politik im Interesse der winzigen Minderheit von Großaktionären und Vermögenden.“
Gegenmittel gegen diese aubeuterische von grundauf böse KapitalistInneklasse ist nichts anderes, als die Solidarität aller miteinander und für den sozialen Staat (das entnehme ich ich zumindest als Ziel des Selbstverständnises).

Versucht das- aber lasst mich damit in Ruhe. Und beklagt euch vor allem nicht, wenn ihr merkt, dass eure Analyse und Kritik an Klassen- und Kapitalverhältnissen vollkommen daneben geht.