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Für …ums Ganze!, für den Sieg!

…ums Ganze! gibt den Kampf um den Umsturz der bürgerlichen Gesellschaft und der falschen Freiheit auch 2010 nicht auf. Das verkündete das bundesweite kommunistische Bündnis gestern. Die 2009 anlässlich des Superjubiläumsjahr, das Deutschland allerlei Anlässe gab sich selber hochleben zu lassen, gegründete Kampagne »Staat. Nation. Kapital. Scheiße.« wird im neuen Jahr mit verändertem Themenschwerpunkt fortgesetzt. Letztes Jahr lag der Fokus der Kampagne auf der Kritik der nationalen Feierlichkeiten und des Staates. Diese Kritik ist mit mehreren Demonstrationen praktisch geworden und wurde neben Texten und Aufrufen maßgeblich mit Band 1 der …ums Ganze! Grundlagentexte theoretisch begründet. Fortgesetzt wird die »Staat. Nation. Kapital. Scheiße.«-Kampagne mit dem Schwerpunkt Arbeit. Laut des Indymedia-Artikels geht es …ums Ganze! darum »eine Arbeitskritik auf der Höhe der Zeit« zu liefern. Die Schwerpunksetzung wird damit begründet, dass »alle gesellschaftlichen Gruppen, die die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse nicht in Frage stellen wollen, […] ein Loblied auf die Wichtigkeit der Lohnarbeit singen« werden.
Am 13. und 14. März 2010 findet dazu in Frankfurt am Main ein Seminar zur Arbeitskritik unter dem Titel »Lovestory? Die Linke und die Arbeit« statt, am 30.04.2010 wird in Frankfurt zu einer Demonstration unter dem Motto »Staat. Nation. Arbeit. Scheiße« mobilisiert. Nähere Informationen dazu finden sich auf dem Blog des Krisenbündnis Frankfurt, auf welchem auch die Kampagne 3, 2, 1, Uns! angekündigt wurde.


Aber wen interessiert das schon? Jetzt zum lustigen Teil, der Teil, der Unterhaltung garantiert. Die Fratze des Ressentiments gezeigt in der Kommentarspalte von Indymedia.
Die Kreativität mit der sich Linke über missliebiges auskotzen nimmt immer wieder ungeahnte Bahnen an. Nicht nur bei den Feind_innen von uG, auch bei den Freund_innen, so ehrlich wollen wir sein.
trotzki beginnt mit »ihr mainstream spinner könnt endlich mal aufhören auf antikapitalistisch zu machen!« und legt knallhart nach »hoch die internationale solidarität!«. Pille lässt nicht lange auf sich warten um zu konstatieren »Staat.Nation.Antideutsche.Scheiße!-Zionistenfreunde abschaffen!«, eine These, die freundliche Unterstützung von Ich erhält. Der weiß, dass Dresden »euch Antideutschen« gezeigt haben soll, ,dass »ihr vollkommen unnötigt seid«. Lasst euch das eine Lehre sein. Der Hauptfeind liegt in gedruckter Form vor und so fährt Ich fort: »Wir können auch ohne eurer intellektuelles Geschwafel was bewegen. Und diese Bewegung verstehen auch Leute, die keine 20 Semester Geistes- oder Gesellschaftswissenschaften studiert haben.« Wie das Auskommen ohne »intellektuelles Geschwafel« aussehen soll wird messerscharf mit einem Zitat von Marx und Engels zur Deutschen Ideologie, eine Schrift, die sich nach Ich als Kritik einer »(anti)deutschen Ideologie« lesen lasse, belegt. Gnädig sei der Troll Ich dran erinnert, dass es Marxens und Engels Sache nie war mehr als »Theoriegewichse« zu veranstalten und man sie wohl eher selten aktionsorientiert erleben durfte. »All euer Theoriegewichse zersetzt und spaltet doch nur die neuaufkommende Bewegung des ganzen (!) Volkes.« weiß Ich dann noch zu fabulieren und ich würde es herzlichst begrüßen wenn dem endlich mal so ist. Ansonsten weiß ein Mein Name anzumerken, dass diese »verkoksten antideutschen Partyfreaks« doch mal lieber »das Finanzkapital und seine Handlanger in den deutschen Parlamenten als den Hauptfeind erkennen« sollten. Nur warum, das will da niemand verraten. Woher dieser Bodensatz der deutschen Linken sein Wissen nimmt wogegen …ums Ganze sein solle und was sie so propagieren (»Alle Gruppen im UG sind verschissene Israel- und USA-FahnenschwänkerInnen! Das Bündnis und was es fordert/macht ist gut, solange sie sich von aber nicht von der israelischen und US-amerikansichen Regierung distanzieren und aufhören deren Fahnen zu schwenken, halte ich das Bündnis nicht mehr als einen sehr schlauen Versuch der Israel- und USA-Nationalisten an Relevanz in der Szene zu bekommen.«, (Pille mal wieder) bleibt ein großes Geheimnis eben so wie Gerücht Nummer 2 im Hasslied: Alles Bonzen da ey!
Nicht nur, dass sich die Nötigkeit einer Neuformulierung der Kritik der Arbeit zeigt, für Indymedia-Linke scheint Arbeit immer noch das zu sein was in der Fabrik geschieht und sonst nichts, auch den empirischen Nachweis bleiben die Hetzer_innen schuldig. working class konstatiert: »Ihr habt doch in eurem ganzen Leben noch nicht einmal gearbeitet oder auch nur mit einem Arbeiter gesprochen. Während wir um unsere Arbeitsplätze und Löhne kämpfen müssen, sitzt ihr doch schön vom Bonzen-Papi bezahlt in der Uni. Und dann fordern, dass alle so wie ihr leben sollt. Das funktioniert aber nicht! Denn in ohne uns, würdet ihr alle verhungern.« Was mir bei der Lektüre der Publikationen von …ums Ganze! entgangen ist, anscheinend zumindest, ist dass …ums Ganze! ihre Aufrufe mit »Kriegt Bonzen-Papis und kommt in die Uni!« unterschrieben haben. Meines Wissens nach standen da so Sachen wie »Für den Kommunismus« drunter, aber man wird sich ja nochmal irren dürfen. Oder ist Kommunismus vom Bonzen-Papa bezahlt in der Uni rumhängen? Das wäre eine radikal neue Perspektive.

Found

oder wie ein Indymedia-Artikel den Kommunismus zerstörte:

Der Vordenker des Kommunismus, ließ sich 8 Jahre vor dem Kommunistischen Manifest wie folgt zitieren:

„FRIEDRICH ENGELS (Deutscher Denker):
Wir wollen aufhören, die Narren der Fremden zu sein und zusammenhalten zu einem einzigen, unteilbaren, starken, freien deutschen Volke!

Appell aus dem Jahre 1840 (Quelle: www.politikforum.de)“
Also ich finde, besser hätte es Hitler auch nicht sagen können…

Jetzt ist es soweit, alles kaputt, das Werk von Marx und Engels erledigt. So sieht es aus das Ende der Geschichte.

Irgendwie lustig.

Wenn meine »Fans« Indymedia entern und Schmarrn verzapfen:

ali und co
tekknoatze 04.10.2009 – 23:34
Würde mich nicht wundern wenn die Ali-Friends von der AAH da auch mitmachen.

ein Grund mehr da nicht hinzufahren!

Für etwaige andere Nachahmungstäter_innen:
1. Ich würde Freund_innen schreiben
2. Ich würde A.L.I. schreiben, soviel Zeit muss sein
3. Ist die Teilnahme der AAH an irgendwelchen Aktionen für mich kein Argument an diesen nicht teilzunehmen
und 4. Ich kommentiere nicht auf Indymedia

Gutes Gelingen wünscht,
♥Tekknoatze

Meine Startseite habt ihr.

Auf der Demo trugen enttäuschender Weise einige verblendete Kids eine DDR-Fahne mit sich. Angewidert von einer deutschen Nationalfahne auf einer Antifa-Demo, zogen einige Demo-TeilnehmerInnen ihnen diese ab und gaben ihnen auf Nachfrage die Fetzen wieder. Das Wappen des Spitzelstaates konnten sie im Stück abreißen. Die Bilder von der Verbrennung wurden uns heute zugespielt.

Mit diesen Worten begrüße ich die Demo-Prolls auf meinem Blog. Die Demo-Prolls sind notorische Gegner von allem was sie als antideutsch erkannt haben mögen, und der DDR. Deswegen gehen sie dann nachts auf einen kleinen Spielplatz im Vorort ihres Heimatdorfes (ich würde jetzt gerne raten, aber dann werd ich des Outings verdächtigt, also denkt euch selber was aus) und spielen coole Jungs. Coole, ahrte Jungs natürlich, Mann will ja Demo-Proll sein. Nebenbei noch ein bißchen Achtel-Wissen aus der täglichen FAZ-Lektüre über die DDR eingestreut und fertig ist die schemenhafte Zeichnung eines vorbildlichen Szenezombies. Es kann so einfach sein. Hab ich was vergessen? Ach ja, stumpfes Hinterherlabern von grundfalschen behauptungen Part 3:

Aber nicht, dass das S5 besser wäre. Dort durfte man auch mit Nationalfahnen herumlaufen und machte lieber ein identitäres Konzert, als sich auf die Nazis zu konzentrieren.

Voll schlimm diese S5-Leute, erst nen Konzert veranstalten und dann auch noch Israelfahnenträger_innen nicht verprügeln. Oder ihnen wenigstens den Davidsstern aus der Fahne schneiden. This is what antinationalism looks like.
Zum Glück gibt es sie noch die guten Kommentare, und diesem kann ich mich voll und ganz anschließen:

DAS
meine Damen und Herren 12.09.2009 – 18:39
ist mehr als repräsentativ für die linke Szene in Dland. Auf die Startseite damit!

Wie wahr.


P.S. Ich sehe schon die bitterbösen Indy-Kommentare, aber bitte tut mir einen Gefallen, lasst euch mal was neues außer antideutsch einfallen um mich zu beleidigen, okay? Das zieht nicht so wirklich.