Tag-Archiv für 'homophobia'

Blog. No Homo.

Grandios:

Vielen Dank i heart digital life

Du kommst mir bald ins Gulag.

fernsehkritik.tv, von dem hier oder dort schon geredet wurde, ist sowieso schonmal schlecht, was von Inhalten erstmal vollkommen abstrahiert, am untergründigen Moderator liegt. Holger Kreymeier , der Verantwortliche für den Schund, ist auch noch inhaltlich eine Null.


Holger Kreymeyer, von Berufs wegen Idiot.

In Folge 21 seines »satirisch-kritischen« Magazins macht der Gute es sich zum Auftrag den schwulen Fernsehsender TIMM zu kritisieren.
Ein »televisionäres Ghetto« will man entdeckt haben, dabei sind sie ja gerade ein Stück weit integriert worden in diese Gesellschaft.
Istanbul kommt auch vor, als »neues Homo-Mekka, oder was?« Denn wir wissen ja alle, bei den schwuchtelsteinigendenden Museln da unten da kann es ja gar kein echtes »Homo-Mekka« geben, das haben schön Berlin, London, San Fransisco oder Köln zu sein. Istanbul ist keinen Besuch wert, zumindest nicht für für den Durchknaller von fernsehkritik.tv.
Rechtfertigen kann Kreymeier sich auch, für das und seine Fans, die mal eben fast so durchgeknallt sind wie der große Chef selber, gibt es ein Forum. Und da verlautbart der gute alte Herr:

»Ich habe bewusst darauf verzichtet, den Off-Sprecher zu machen und stattdessen eine „schwulere“ Stimme dafür verpflichtet – eigentlich wollte ich es damit authentischer machen.«

und:

»Ich habe hier nicht »das dümmliche Klischee der Schwulensprache« zementiert, denn der Sprecher des Beitrags ist tatsächlich schwul… im Gegenteil wendet sich der Beitrag ja gerade gegen das Zementieren von Klischees.«

Weil sich da 2 Idioten gefunden haben und der eine davon sogar noch schwul ist, ist das zementieren von Klischees gegen das zementieren von Klischees natürlich absolut nachvollziehbar …und Krieg ist Frieden.
Wichtig ist natürlich auch der Hinweis, dass nicht irgendwelche »Schwulen« dort einen Sender gegründet haben, sondern DIE Schwulen. Die Schwulen, auf die WIR Heten jetzt endlich ein Stück zugekommen sind, aber dieses undankbare Pack kapselt sich stattdessen wieder ab- in’s »televisionäre Ghetto«… Konstruktion eines homosexuellen Bodyminds oder biologisieren nennt man sowas für gewöhnlich, aber das wird ja auch an anderer Stelle schon vorgeführt, wo man einen Sender für Homosexuelle mal eben in eine Linie mit einem Sender für Menschen mit blauen Augen oder lockigen Haaren gestellt hat. “So klappt das bestimmt mit der gesellschaftlichen Anerkennung” ist der lapidar-ironische Kommentar des Off-Sprechers, also mit anderen Worten: Wenn Schwule diskriminiert werden, sind die jetzt wieder selbst schuld, was gründen die auch so einen Sender?
Zum Thema Ghettobildung und Randgruppen haben aber natürlich auch die User_innen ihre Sachkenntnis unter Beweis zu stellen.

»Ich muss auch sagen, dass das absolut treffend war. Einiges im Fernsehn erinnert nämlich wirklich an das dritte Reich wie zum Beispiel die öffentliche Diskriminierung und Benachteiligung von Randgruppen (heute eben Airsoftspieler und andere), oder eben auch dieser Stylomat, der auf den Leuten »Den perfekten Menschen« machen soll.«

Softairspieler, die sich übrigens auch gerne in Ghettos abgrenzen und das ganze dann Spielfeld nennen, sind quasi die Juden von heute, der ewige Antisemit mittlerweile zum Antisoftairismus übergetreten.
Keine Angst. Kreymeyer weiß, denen die Tag für Tag unter der Homophobie, nein die gibt es ja nicht, Kreymeyer weiß denen, die sich echt nicht integrieren wollen zu helfen:

»Ich würde dir zu etwas mehr Selbstbewusstsein raten anstatt hier herumzujammern!«

Was der aus dem Trend gekommene Zyniker Broder mal über den BildBLOG verlauten ließ bekommt in Bezug auf Kreymeyer und seine Kretins von Anhänger_innen direkt einen Hauch von Wahrheit:

»Und Niggemeier treibt es nicht mit sich allein. Einige zehntausend Afficionados, die nicht einmal eine gelesene BILD aus der U-Bahn mitnehmen würden, besuchen regelmäßig den BILDblog, um sich darüber zu informieren, was ihnen so zuwider ist wie einem Vegetarier eine Portion Tartar. So wichst zusammen, was zusammen gehört.«

Aber schließen wir mit seinen Worten, »doch noch schlimmer als eine Schneebrettlawine ist ein Brett vorm Kopf beim Moderieren.«
kuchen und ♥Tekknoatze

cutted- pasted V

Es geht schon wieder los. Magdeburg again.
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rockstar hatte ja auch schon versucht die K-Frage mit Inhalt zu füllen, das deutsche Atomforum will der Interventionistischen Linken in keinem Fall nachstehen und beantwortet die undefinierte Frage nach dem K mit Klimaschutz.
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Magdeburg 2: Original vs. »wir wollten auch nen Header, hatten aber keine eigenen Ideen und haben mal nebenan geguckt«
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Aus der taz vom 05.12.08:

Homophobie ist im deutschen Herren-Fußball verbreiteter denn je. Sanktionen muss dabei nur fürchten, wer sich als schwul outet. Lobbyisten fordern deshalb harte Strafen für feindliche Parolen. Homosexuelle im Fußball- Die schwule Nebensache

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Aus der Jungle World vom 04.12.08:
Unterm Klebeband- Ein Plädoyer für einen Feminismus in der antideutschen Gesellschaftskritik. vom Antifaschistischen Frauenblock Leipzig.
Die Jungle World hat als momentanes Thema übrigens »Could we? Die amerikanische Linke und ihr neuer Präsident«. Mit Artikeln von Rob Augman, Bernd Volkert, Malte Meyer, sowie einem Interview mit einem der Herausgeber des New Yorker Magazins n+1 Mark Greif. Ich weiß nichtssagend Wendy, aber nichtdestsotrotz lesenswert (ein weitergehendes Urteil erspar ich mir erstmal, weil ich nicht alle Artikel ganz gelesen hab).
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tears and anger greece berichtet von neuen Schüssen seitens der Polizei in Griechenland. tears and anger ist sowieso eine meiner Empfehlungen für die Leute, die über die Situation in Griechenland aktuell informiert sein wollen.
ponyhof hingegen hat aus irgendwelchen Gründen die Illusion gehegt, dass »wir von den Bullen etwas anderes zu erwarten haben als Repression, Gewalt und Tod.«
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Ein wenig Musik, erstens sei gesagt, dass es noch vor Weihnachten einen zumindest mit winterlichem Motiv (nein, nicht der brennende Weihanchtsbaum) ausgestatten Sampler geben wird. Zweitens bin ich bei You can call me Pelski über einen Rex The Dog Remix vom Sounds Song Tony The Beat gestolpert, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Aus der Rohmasse zum Sampler stammt auch dieser feine Track, der zwar schon ein paar Tage auf dem Buckel hat deswegen aber nicht weniger wahr wird: Supershirt- Punk ist was du draus machst:

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Während ich diese Zeilen verfassen leert sich die Flasche Alkohol neben mir rapide. Da find ich es super, dass es staatliche Aufklärungskampagnen gibt. Jetzt weiß ich nämlich, dass 25% aller Straftaten unter Alkoholeinfluss begangen werden, was wiederum bedeutet 75% ohne Alkhol, was wiederum bedeutet: Ein Mensch der nicht getrunken hat ist 3 mal gefährdeter Straftaten zu begehen als ein Mensch, der getrunken hat. Deswegen wird auch der Rest OverSeas Zinfandel Rosé (Edeka, 2,99€ lohnt sich!) noch meine Kehle hinunterfließen und ich werde danach mitunter legalistisch (sagt die Statistik).
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Bald ist Tag der Menschenrechte. Das ist klasse denkt sich Angela Merkel und stottert in ihrem Podcast einige Worte an die Nation (was mir heute wieder aufgefallen ist: rhetorisch ist die Dame eine Null und sollte sich dringend 3-4 Scheiben bei Ursula von der Leyen abschneiden, die kann wenigstens gut reden), in denen sie erklärt was für ein toller Ort Deutschland doch sei, jetzt wo die DDR endlich wieder demokratisch ist und mit den Rechten der Menschen hierzulande alles im Lot.

Zynisch mag das für die Opfer rassistischer Polizeigewalt sein, ein Thema, dass durch das Prozessende im (für mich immer noch) Mordfall Oury Jalloh wieder ein wenig mehr mediale Aufmerksamkeit erfahren hat. Einen unbedingt lesenswerten Artikel dazu bietet die Frankfurter Rundschau. Nebenbei schon der zweite Artikel in diesem Gepaste, bei dem der gute Medium mir mit dem Bloggen zuvor kam.
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Ich will auch langsam zum Ende kommen. Vorher noch mein Lacher des Tages. Als ich vorhin den Quo vadis Græcia? Artikel verfasst habe waren die einschlägigen Nachrichtenportale voll mit der Nachricht, dass die Pendlerpauschale wieder zurück sei. Zumindest Spiegel Online mahnt aber mittlerweile zur Zurückhaltung:

Die Verfassungsrichter haben die bisherige Regelung im Prinzip nur deshalb gekippt, weil sie schlecht begründet war. Denn das Gesetz wurde geändert, um den Haushalt zu konsolidieren – das „kann für sich genommen die Neuregelung nicht rechtfertigen“, sagte Andreas Voßkuhle, der Vizepräsident des Gerichts.

Lacher Nummer 2 übrigens der Gouverneur des US-Staates Illinois Rod Blagojevich, der Obamas Senatssitz auf korrupte Art und Weise neu besetzen wollte. Props und meine volle Solidarität dafür, wenn noch jemand einen Senatssitz, Bundestagsmandat oder sonstwas hat, immer her damit.
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Eine ganz gehörige Schelte hat sich die »Antifaschistische Aktion Rostock« nach eigenem, Bekunden eine VVN-BdA nahe Gruppe (was dann noch das Gewehr in eurem Header soll ist die Frage) für das Sampling von diesem Text verdient.
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In vino veritas (heute ist Lateintag bei EinBlog)
♥Tekknoatze