Tag-Archiv für 'demo'

Wenn Dummheit und so weiter Teil 2

Der Geist der [AAH] macht, mal wieder, Hannovers Szene und Hunde kaputt:

Nie wieder Solidemos mit den Antifa Mackern (Männlich & Weiblich) von der AAH. Wir haben die Demo nach wenigen Metern wieder verlassen weil das Verhalten der ersten Reihen unter aller Sau war. Es wurden kommunistische Parolen gerufen und Menschen die dies kritisierten wurden bedroht. Außerdem wurde von diesen Prolls eine Bengalische Fackel entzündet und damit alle Menschen und Tiere gefährdet die an der Demo teilnehmen wollten.

Nie wieder AAH.
Nie wieder Kommunismus!

Wenigstens dieses traurige Exemplar scheint man nun erfolgreich vergrault zu haben. Die Solidemo um die es da geht war die gestern in Hannover anlässlich der Razzia im Göttinger Hausprojekt Rote Straße. Deswegen wird am Samstag in Göttingen demonstriert:


Scheiße Deutschland. Scheiße Hannover. Scheiße Göttingen.

Gedenkdemo in Dortmund.

Am 03.04 findet die alljährliche Gedenkdemo für den 2005 von Nazis ermordeten Thomas Schulz statt. Hin da.

16.05. -Solitanzen und Herzen brechen.


Mit der Elektroprinzenrolle, für gute Menschen, für gute Anwälte. Wer nicht kommt und feiert hat ganz sicher was verloren, wenn auch vielleicht keinen Krieg.
Ansonsten gilt es am Samstag Vormittag der Nation das Herz zu brechen.
Der Nation das Herz brechen!

Kurz ma die Weichen stecken.

OMA auton, du opfer und eure eventuellen Freund_innen.
Ihr glaubt ja einiges über mich zu wissen. Wie ich mit Leuten wie euch umgehen soll ist mir aber befremdlich.
Ihr habt aber leider keinen blassen Schimmer. Auf wessen Kosten ich lebe, was meine „gesinnungsfreunde“ für mich tun. Und anscheinend erst recht nicht ob ich was auf die Reihe kriege. Aber um meine persönlichen Details soll es hirt nicht gehen, wird es hier nicht gehen. Ich bestimme was hier aus meinem Leben zu lesen ist und was nicht. Ich habe nebenbei noch nichtmal in Erwägung gezogen irgendwelche Klarnamen/Gruppenzugehörigkeiten/ähnliches zu posten, diese dämliche Scheiße habt ihr angefangen.
Ihr wollt meinen Namen posten? Dann muss ich wohl oder übel die Moderationschlange anstellen, denn eines wisst ihr ja bestimmt: Anna und Arthur halten das Maul. Wenn sie das Maul nicht halten muss ich halt dafür sorgen, dass wenigstens ein Mindestmaß an Diskretion gewahrt bleibt. Das ihr hier immerhin noch den „Mindeststandart“ linke Bewegung hochhaltet blamiert euch doch nur selber. Ich habe keine Aussageverweigerung Plakate in meiner Küche hängen und habe anscheinend doch mehr verstanden. Das die Bullen dieses Medium hir offensichtlich wahrnehmen braucht euch aber natürlich nicht zu interessieren. Denn ich bin nach euren Standarts ja nicht links, wenn mir Bullenrepression wiederfährt ist das schon in Ordnung. Fuck you.
Um noch mal kurz auf euren Vorwurf einzugehen ich hätte den Bullen irgendwelche Rechtfertigungen für Repressalien gegeben:
Es geht um folgenden Absatz:

In Bezug auf die hier in Rede stehende Demonstration am 31.12.08 finden sich Aufrufe, in die graphische Darstellungen von vermummten und steinewerfenden Personen eingeunden sind. Es wird dort überdies geäußert, dass sich die Demonstration inhaltlich wohl an der des Vorjahres orientieren wird (vgl. http://einblog.blogsport.de/2008/10/05/silvesterdemo-hannover-2009).

Im Betreffenden Post von mir ging es vor allem um die graphische Gestaltung. Aus der graphischen Gestaltung und den verwendeten Mottos hab ich auf eine inhaltliche Kontinuität geschloßen. Das diese Vermutung nich allzu fernab vom Schuß lag kann der_die interessierte Leser_in hier nachlesen.
Die Bullen beziehen sich in ihrem Auflagen schreiben nebenbei auch auf einen Artikel über die Demonstration bei Indymedia. Wenn also die Referenzpunkte die Rechtfertigungen für Bullenrepression dann seid mit eurer Haltung wenigstens konsequent und fordert die Schließung von Indymedia.
Was ihr vielleicht in eure kleinen Köpfe reinkriegen solltet: Irgendjemand aus eurem Sympath_innenkreis hat diese Demo organisiert. Irgendjemand hat die Plakat gestaltet. Irgendjemand hat in den Aufruf was von Unversöhnlichkeit geschrieben.
Nicht ich habe letztes Jahr nach der Demo randaliert, auch das solltet ihr Hirnis wissen, nicht ich habe in die graphische Gestaltung vermummte Personen eingearbeitet. Mein Entwurf ist das Original angelehnt gewesen, ich habe sogar eine Person aus dem Original verwendet. Alles was hier steht hätten die Bullen so oder so geschrieben.
Sachlichen Diskussionen zu dieser Thematik will ich nicht verschloßen bleiben, fordere euch sogar dazu auf, denn wenn ihr keine Argumente habt wie wollt ihr mich dann überzeugen?

Scheiß Diffamierungslinke!
♥Tekknoatze

Solidarität mit Joseph M.!

Wieder so ein Grund das Dorf nebenan zu besuchen (was ich wieder nicht machen kann):

With our Powers combined – Aufruf zur Demonstration

Nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 27.09. der Afro-Shop von Joseph M. im Ritterplan ausbrannte, kam es bereits am 30.09. zu einer ersten kraftvollen Demo unter dem Motto „Solidarität mit Joseph M. | Solidarität mit den Opfern von alltäglichem Rassismus.“ Demonstriert wurde im Besonderen gegen die rassistische Hetze, der Joseph in den vorherigen Monaten seitens seines Vermieters von W. ausgesetzt war sowie gegen den alltäglichen Rassismus der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen.
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An Josephs Situation hat sich nach dieser Demo wenig geändert, wie auch am alltäglichen Rassismus mit dem Joseph und andere konfrontiert sind. Deshalb gehen wir am 13. Dezember erneut auf die Straße, um gegen den alltäglichen Rassismus in Göttingen und anderswo zu demonstrieren, einen neuen Afro-Shop zu fordern, und die Ereignisse nicht in – scheinbar willkommene – Vergessenheit geraten zu lassen.

Ereignisse vor dem Brand
Zur Erinnerung: Als der 54-Jährige Verleger von W. im Januar 2008 Eigentümer der Ladenräume und somit Vermieter von Joseph wurde, entstand, quasi über Nacht, ein Bedrohungsszenario gegen den Betreiber des Afro-Shops, das sich in den folgenden Monaten zugespitzt hat. Nach der Weigerung von Joseph eine völlig unbegründete Mieterhöhung von 40% zu akzeptieren, begann der Vermieter mit massiven Diffamierungen und Drohungen gegen Joseph vorzugehen. Sein Repertoire reichte von haltlosen Denunziationen bei Behörden der Stadt bis hin zu einem „Hilferuf“ an die NPD Göttingen, der auf deren Homepage unter dem rassistischen Titel „Göttinger Vermieter hat ein Negerproblem“ erschien. Mit bereitwilliger Hilfe seiner neuen Verbündeten beleidigte und bedrohte von W. die Kundinnen und Kunden des Afro-Shops und Joseph. In den Wochen vor dem Brand nahm das Bedrohungsszenario kontinuierlich zu: Neonazis tauchten im Laden auf. Darüberhinaus wurden rassistische Parolen an die Außenwand des Afro-Shops gesprüht. Wenn Joseph in solchen Situationen die Polizei rief, erschien diese mitunter gar nicht oder erst Stunden später und versuchte mittels Beschwichtigungen Anzeigen gegen von W. zu verhindern. Nach weiteren Bedrohungen kam es dann zum Brand des Ladens, der mit einem geschätzten Schaden von 60.000 Euro die Existenzgrundlage von Joseph zerstört hat.

Ereignisse nach dem Brand
Auch nach dem Brand, durch den der scheinbare Wille von W.s nach einem „Aus“ des Afro-Shops Realität wurde, hörte die rassistische Hetze und Bedrohung gegen Joseph nicht auf. In den darauffolgenden Tagen tauchten Neonazis im Hausflur zu seiner Privatwohnung auf und es wurden rassistische Parolen an die Außenwand des Hauses gesprüht. Dadurch fühlte sich auch Josephs unmittelbare Nachbarschaft bedroht.

Die Polizei interessiert sich nicht für die rassistische Vorgeschichte sondern nur für den technischen Defekt, der den Brand ausgelöst haben soll. Die Beamten, die am Brandort eintreffen, benachrichtigen Joseph nicht. Als er am nächsten Tag seinen Laden öffnen will, steht er, völlig alleingelassen, vor den Trümmern seiner Existenz. Was folgt, ist Desinteresse und Ignoranz der Polizei. Josephs Wunsch nach Informationen wird mit Schweigen und äußerstem Widerwillen begegnet. Nur durch kontinuierliche und intensive Intervention durch Vertreterinnen und Vertreter von ver.di, Linkspartei und verschiedenen linken Gruppen bekommt Joseph schließlich zumindest Personenschutz gewährt – allerdings nur für eine Nacht.

Was auch immer die Ursache des Brandes gewesen sein mag – ob Brandstiftung oder Kabeldefekt – fest steht: Der rassistische Kontext lässt sich nicht ausblenden, er muss vielmehr benannt und in eine Öffentlichkeit gebracht werden, die sich in großen Teilen durch Ignoranz und Tatenlosigkeit auszeichnet. Diese spiegelt sich u.a. in der kaum stattfindenden Berichterstattung durch das Göttinger Tageblatt wider.

Der Kontext: Alltäglicher Rassismus
Josephs Situation ist kein Einzelfall, fast täglich ereignen sich in Deutschland rassistische Übergriffe (wie z.B. im August 2007 in Mügeln) oder zeigen Neonazis vermehrt Präsenz in Städten (wie z.B. in letzter Zeit in Göttingen). Möglich wird dies durch das Schweigen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und durch einen in ihr weitverbreiteten Alltagsrassismus. Symptomatisch hierfür ist nicht nur das Verhalten des von W., der einerseits ein in der Göttinger Kulturszene etabliertes Magazin herausbringt und sich andererseits – neben seiner Nähe zur NPD – mit dem Uslarer Anwalt K. Kunze einen Rechtsbeistand gewählt hat, der u.a. als Stammautor bei der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ einschlägig bekannt ist; Sondern auch das Schweigen einer sich als „weltoffen“ gebenden Stadt und die Ignoranz der ermittelnden Polizei. Hierbei ist es sicher kein Zufall, dass diejenigen, die sonst im Morgengrauen abschieben, dem Opfer einer rassistischen Hetzkampagne nicht die geringste Sensibilität entgegenbringen. Joseph trifft der alltägliche Rassismus dieser Gesellschaft besonders hart – durch das aggressive Vorgehen seines Vermieters von W., aber auch durch die Gleichgültigkeit von Behörden und Öffentlichkeit. Umso mehr muss deshalb unsere Solidarität Joseph gelten!
Eine Vertreibung des Afro-Shops durch das Zusammenspiel von Rassismus und Gleichgültigkeit ist für uns nicht hinnehmbar!

Deswegen fordern wir – auch von der Stadt Göttingen – Unterstützung für einen neuen Afro-Shop in der Innenstadt.

With our powers combined: Das Schweigen brechen!
Kein Raum für Nazis und andere RassistInnen!

Samstag, 13. Dezember 2008 | Demonstration gegen den alltäglichen Rassismus, Neonazis und für einen neuen Afro-Shop in der Innenstadt | Beginn 13:00 | Wilhelmsplatz (Innenstadt Göttingen)

via und via

Silvesterdemo 2008 Teil 2

Wie die Genoss_innen mir freundlicherweise in einem Kommentar mitteilten exisitert mittlerweile ein Aufruf für die Demo am 31.12. in Hannover. Das Plakat haben sie auch nochmal ersetzt.
Der Aufruf ist weitesgehend unspektakulär und bietet eine Zusammenfassung von dem was die NATO im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen so anstellt. Das ist aus Sicht der Verfasser_innen natürlich alles große Scheiße und gehört verhindert.
Mit den Augen rollen musste ich dann im Absatz über Innere Aufrüstung (der Absatz ist inhaltlich ein Abklatsch des Aufrufes zur Opernballdemo 2006). So heißt es dort:

Der allgemeine Trend ist klar: die Unterordnung eh nicht besonderst weit gehender bürgerlicher Freiheitsrechte, unter die Schaffung vermeintlicher Sicherheit.1

Oder auch »Freiheit stribt mit Sicherheit«, nun wurde schon ganz treffend erkannt, dass das mit der Freiheit in der bürgerlichen Demokratie so ein Sache ist. Nur folgt draus nichts, denn anstatt dann die bürgerliche Demokratie als Feind auf’s Korn zu nehmen, also den Normalzustand kaptalistischer Gesellschaften, der schon schlimm genug ist, bleibt der Absatz immer an den momentanen Verschlechterungen hängen.
So wird dann z.B. auf die momentanen Eingriffe der Polizei in das Nachtleben der Innenstadt angespielt, dieses sei ja nicht nur immer weitergehende Aufweichung des Trennungsgebotes zwischen Polizei, Geheimdiensten, Militär und Judikative, nein man komme direkt einer langjährigen Forderung der Hannover City GmbH nach. Warum die Hannover City GmbH keinen Bock auf »herumlungernde und saufende Nicht-Konsument_innen« hat kann leicht erkkärt werden, stören diese doch klar das Stadtbild, dass auch in Hannover im Zuge von Gentrifizierung und neoliberaler Stadtumstrukturierung sauberer werden muss. Dreckige Gestalten, sind dabei für den Saubermensch von nebenan als abstoßenswert definiert und stören so »eines der elementarsten Prinzipien im Kapitalismus […] die Notwendigkeit von Wirtschaftswachstum«. Wer also nicht Kapitalismus reden will, der sollte von der Hannover City GmbH schweigen.

Es gibt keine Perspektive von Entwicklung und Wohlstand.

Natülich gibt es die- wenn nicht für das Individuum, was in der heutigen Gesellschaft zwar gleich doppelt frei ist, und trotzdem wie schon gesagt in einem gewaltförmigen System nicht ansatzweise emanzipiert- so doch immer für den Standort. Denn ackern sollen wir alle für Deutschland’s Wohl, solange das Kollektiv sich entwickelt haben auch die Individuen glücklich zu sein.
Der gesellschaftliche Zusammenhang war nebenbei schon immer gewalttätig, was schon alleine die Definition des Staates als Gewaltmonopolist klar machen sollte.
Ein Schmakerl noch zum Schluß:

Oft ist unsere politische Arbeit auf Minimalforderungen ausgerichtet, nach Bündnissen mit anderen gesellschaftlichen Strömungen.

Und so wird das nie etwas mit der Revolution, wenn man denn seine Radikalität einmal im Jahr auslebt und ansonsten kuscheln geht:

Aber manchmal ist es wichtig unsere Wut nach außen zu tragen. Wir wollen aus einer toten Stadt für einige Zeit einen Ort machen an dem wir unsere Unversöhnlichkeit ausleben. Lasst uns gemeinsam zum Jahresabschluss noch einmal unmissverständlich klar machen das wir die zunehmende Kontrolle und die dahinterstehenden Interessen auch im nächsten Jahr bekämpfen werden.

Und warum eigentlich nur die Interessen bekämpfen wenn doch das bekämpft werden sollte, was die Interessen erst hervorbringt?

♥Tekknoatze

  1. Alle Zitate, wenn nicht anders gekennzeichnet, sind dem Aufruf zur Demo entnommen. [zurück]

Ohne Bildung geh ich wählen.

In Hannover wurde protestiert. Mehrere Tausend (laut Medienangaben 4000, ich hatte ja das Gefühl das von denen ca. 2000 schon vor Beginn der Demo wieder verschwunden waren) Schüler_innen demonstrierten gegen alles was im Bilgungssystem gerade miserabel läuft, oder zumindest so eingeschätzt wird.
Während die Demo an sich, neben zahlreichem Hinsetzen wie auf Demos dieser Art in Hannover Usus, unspektakulär verlief änderte sich dies als die Menge, übrigens keineswegs angeführt von Mitgliedern des sog. »Schwarzen Blocks« sondern weitesgehend selbstbestimmt, sich entschloß mal dem Landtag einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg hin zu diesem wurde dann die Scheibe eines Hintereingangs zerstört und die Bullen in regelrechte Konfusion getrieben.
Deren Konfusion äußerte sich dann neben dem Herankarren von allem was in Hannover an Streifenpolizist_innen gerade zur Verfügung stand vor allem im Pfefferspray und Schlagstockeinsatz »gezielt gegen gewaltbereite Teilnehmer«1, oder auch gegen alles was »sehr kooperativ und friedlich«2 vor dem Landtag stand.
Kein Tag ohne Festnahmen auch hier. Die Polizei nahm 2 Demonstranten fest und wirft ihnen Widerstand sowie Körperverletzung (»Au, mein einer Finger tut ein bißchen weh« O-Ton Polizist) fest.
Erste Kreise ziehen die Vorfälle bereits, eine Gruppe von Schüler_innen spricht im Einklang mit Medien und Polizei von »linksextremen Separatisten«, die mit »besonders großen, auffälligen Bannern« ausgebrochen seien3. Man selber will damit nichts zu tun haben und war bestimmt nicht vor dem Landtag. Währenddessen scheinen mehrere Einzerpersonen oder Initiativen Klagen gegen den Polizeieinsatz zu erwägen. Egal was die Zukunft bringt, man darf gespannt sein.
Einen Überblick über die Berichterstattung liefert szeneputzen.
Eskaliert ist die Situation auch in Berlin, irgendwo zwischen widerlich und kleinen dummen Kindern. Ziel der Demonstrant_innen war die Humboldt Universität, im Laufe der Aktion wurde eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit beschädigt, sowie eine Vorlesung von Managern gestört, die über Patentschutz an Hochschulen diskutieren wollten, diese »haben versucht das Essen zu retten« im Laufe dieser anscheinend sehr wichtigen Operation aber einen Laptop sowie diverse Unterlagen verloren.

♥Tekknoatze

  1. Quelle [zurück]
  2. ebd. [zurück]
  3. Quelle [zurück]

Und es schlägt 13 Part II

Mittlerweile haben die Helden der antifaschistischen Bewegung auch einen Indymedia-Artikel von der Demo veröffentlich, zu der mobilisiert wurde1 veröffentlicht, weil der Club 88 aber anscheinend keinen Bock auf Feierei mit Antifas vor der Tür hatte wurde der Anlass, die 12. Geburtstagsparty, nach hinten verschoben.
Den wackeren Antifaschist_innen wurde somit nochmal die Möglichkeit gegeben sich zu versammeln und „die Innenstadt nazifrei zu halten“, was dann einige auch taten2.
Und was schlecht anfängt hat bekanntlich den Drang selten progressiv zu enden. Der Bericht der Antifa-Aktionen scheint eher ein alternativer Polizeibericht zu sein, denn ein Bericht über irgendetwas, das nur im Entfernstesten als emanzipativ zu bezeichnen wäre. Stilblüten:

Es stellt sich hierbei die Frage, ob es ein Versuch war das Ereignis zuvertuschen, denn auch schon nach der Demo von letzter Woche veröffentlichte die Polizei keinen Pressebericht, so dass die Teilnehmerzahl in den Medien von rund 800 auf 250 Teilnehmer sank.

Natürlich, weil die Polizei keinen Pressebericht veröffentlicht hat, haben alle Medien sich gedacht unterschlagen wir mal ca. 500 Teilnehmer_innen. Wenn die Polizei nun aber einen Pressebericht veröffentlicht hätte, würden sich die Medien denken „Harhar, schreiben wir mal 800 statt 250. Anstatt hier also den schwarzen Peter der Pressestelle der Polizei zuschieben zu wollen, da stellt sich bei mir auch die Frage was für gute Presse die veranstaltenden Gruppen wohl von einem Polizeipressebericht erwarten, hätte man ja auch selber mal sowas praktisches wie ne Pressemitteilung schreiben können, soll funktionieren wurde mir mal gesagt.

Für viele spontan angereisten Antifaschisten, die sich um die Veranstaltung in der AJZ Sorgen machten, schien sich die Lage durch die Polizeipräsenz beruhigt zu haben, so dass viele vorzeitig wieder abreisten.

Weil wenn die Antifas ihren besten Freund die Polizei neben sich stehen haben kann man in der Regel immer wieder beruhigt in die Heia gehen.
Aber wie das immer so ist, als das alle Antifas wieder in ihrer WGs oder sonstwo angelangt waren, sind die Nazis auf einmal aufgetuacht und wechselten den Ort ihrer Party vom Club 88 in eine ihrer Stammkneipen.

Somit bestand trotz blitzartig erhöhter Polizeipräsenz eine latente Gefahr für die Gäste der AJZ.

Ist halt scheiße, wenn einen der beste Freund im Regen stehen lässt. Aber kein Grund zu verzweifeln! Stattdessen wird noch schnell eine gewitzte Abschlußforderung gestellt, die alles was das aufrufende Bündnis an Demokratieidealismus bisher gezeigt hat nochmal übertrumpfen könnte:

Die Stadt Neumünster wäre gut daran beraten, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und frühzeitiger versuchen, die Titanic zu schliessen, damit sie nicht der zweite Club 88 wird oder bleibt !

Klar, weil sonst ist hier bald alles noch voller mit Nazis und das kann ja nicht im Interesse der Stadt sein.
Obwohl, eigentlich:

[Wie kommts eigendlich; Anm. ♥]…das faschos trotz regenwetters, sonnenbrillen tragen dürfen und so auch noch eine spontandemo anmelden können?? Bei uns würde es doch gleich ärger geben, auch wenn die Sonne wirklich blendet.
merkt wer was??3

Da war ja was der Staat, und besonders die doofen Polizist_innen, sind ja von oben bis unten mit Nazis und deren Freund_innen durchsetzt.

♥Tekknoatze

  1. Mit der Mobilisierung habe ich mich im Artikel „Und es schlägt 13“ auseinandergesetzt. [zurück]
  2. Indymedia [zurück]
  3. Quelle [zurück]