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Des Antifa-Versand’s Peinlichkeiten III

»Der Fluch der Nazis«, naja den gibt es vielleicht nicht, aber der Antifa-Versand ist da überzeugter. Um mal Ghostbuster zu spielen hier 4 Fragen an else und von mir aus auch den Rest der Belegschaft:
1. Euch ist bewusst, dass der Kapitän der »Moby Dick« sich von seinen Passgieren distanziert hat, das er nichtmal wusste wen er an Bord genommen hatte, bis es denn dann zu spät war?
2. »Tausende Menschen« blockierten vielleicht den Kongress, eine Handvoll bewarf aber gerademal das Schiff mit Steinen, oder hab ich was verpasst?
3. Alles (wirklich alles) Nazis oder gibt es noch was anderes?
4. Wollt ihr nicht mal aufhören euch selber der Lächerlichkeit preiszugeben?

♥Tekknoatze

„we gonna kill the rich“

Die Yuppiehasser_innen des Antifa-Versands erhalten Verstärkung von Seiten der reaktionären Formierung aus Großbritannien:

via

Bescheuert III

Das in Berlin einiges nicht so läuft, wie man sich das von emanzipatorischen Bewegungen so vorstellt ist nun beileibe nichts neues.
Auch der Antifa-Versand hat sich spätestens mit dem Werbemobilisierungsplakat1 für Hamburg alle Mühe gegeben diesem Zirkel der Durchgeknallten beizustehen. Das es mit ein bißchen K.I.Z. Klassenfahrtatmosphäre noch nicht getan ist, musste Baushaustapete feststellen. Der Antifa-Versand hält es nun für nötig nochmal was richtig intelligentes zur Debatte um Gentrifizierung beizutragen.
„Die Yuppie Scum“ lautet die Aussage, die die_der geneigte Träger_in demnächst durch die Yuppie geplagten Innenstädte tragen soll, quasi um den Reichen jetzt mal so richtig den Arsch auf Grundeis gehen zu lassen.
RedStuff, ganz informativ, verliert noch ein paar Worte dazu. Unter dem Titel „Die Message ist klar“, das Ganze sei ein Remake von allem möglichen, das ja „legendär“ sei. Mit diesem Legendenkult eine inhaltliche Debatte zu ersetzen, oder einfach mal ein Statement, was denn den Tod an Menschen „cool“ mache, nur weil sie reicher als ihr seid, Pech, oder weil irgendwo irgendwer legendär gewesen ist?
Tragbar ist das nicht. Man möchte eher meinen inhaltliche Regression sei der richtige Ausdruck. Aber bei genauerer Betrachtung haben RedStuff, ALB und Co. ganz einfach den Faschismus als Gegner hintangestellt und verteidigen die Demokratie auf neuen Wegen in Form des Kampfes gegen Gentrifizierung. Und wo früher die Nazis herhalten mussten, und das durchaus zu Recht, werden die Yuppies nun zum neuen Objekt ernannt, an dem die linken Militanzverlangen ihre praktische Artikulation finden. Ob da über Menschen mit Anzügen in der Köpi gelästert wird, vermeinliche Yuppies in Cafés angeggriffen werden, oder jetzt als Ende Fahnenstange Yuppies sterben müssen, damit sie leben können.
Mit „They gonna privatize the air“ einem 40 Seiten langen Reader, versuchte die ALB dabei schon früher diesen Jahres die inhatliche Grundlage zu legen. Und wo schon oben in der Parole die Nazis durch die Yuppies ersetzt werden, wird im Reader die Gentrifizierung zum Gegenstand der Kritik wie es früher der Faschismus war, und es folgen elendig lange Ausführungen über Mietpreise, Stadtumstrukturierung und alles weitere, und es wird vollkommen Vergessen, das die Entwicklungen in Berlin und anderswo nicht vom Himmer fallen sondern gesellschaftliche Ursachen haben, den Kapitalismus also mal schuldig zu machen, das ist anscheinend nicht Anspruch der Bewegungslinken, eher auf Kuschelkurs mit der bürgerlichen Gesellschaft gehen und versuchen „die Leute da abzuholen wo sie stehen“. Unablässig möchte man da Hans-Jürgen Krahl zitieren:

›Die Anbiederung ans falsche Bewußtsein hat dieses noch nie verändert‹

♥Tekknoatze

  1. Danke, politisches Plakat! [zurück]