Antikapitalismus means Insektenvernichtung 1

Glaubt zumindest ein sich selbt Revolutionär betitelndes Bündnis.
Der erste Mai nähert sich und das ist mal wieder der Anlass allerlei Ungeheuerlichkeiten über angebliche Tyranneien böser Männer und Fehltritte böser imperialistischer Nationen zu verbreiten und so die soziale Revolution gegen Bonzen, Bonzen, Bonzen und ähh Gentrifizierung und natürlich Krieg zu fordern.
Sammelplatz dafür mal wieder Börlin. Gleich 4 Gruppen haben da was zum Kapitalismus zu sagen.

Nummer 1: Revolutionäres 1. Mai Bündnis

Wenn dies die Resultate eines anderen Gesellschaftssystems wären, hätte man ihm längst totales Versagen vorgeworfen und den bedingungslosen Kampf angesagt.

Das sei hiermit zu eurer Zufriedenheit getan: Ich werfe dem kapitalistischen Gesellschaftssystem totales Versagen vor und erkläre der herrschenden Gesellschaft den bedingungslosen Kampf.

Doch in der bürgerlichen Gesellschaft wird Armut lediglich beklagt, kritisiert, verfilmt und besungen, aber nicht abgeschafft.

Warum auch? Wenn die bürgerliche Gesellschaft den Kapitalismus abschaffen wollen würde wäre es keine bürgerliche Gesellschaft mehr.
Schließlich müsste sie sich dann ja selber abschaffen- welch ein Paradoxon.

Weiter gehts mit Sachzwängen am Beispiel Brasiliens und der IWF, bzw. Horst Köhler. So heißt es:

Andernorts würde man einen Typen, der mit seiner Unterschrift zahllose Menschen in Elend und Tod stürzt, wohl einen modernen Massenmörder nennen.

Und dann, Achtung Tusch:

In Deutschland ist er Bundespräsident.

Oh mein Gott Fetisch!
Zugegebenermaßen zum Bundespsräsidenten hats noch kein anderer geschafft aber immerhin zum „Mann des Jahres“. Deswegen Karl Marx for president, der hätte bestimmt anders gehandelt!

Zum ersten Mai muss natürlich auch was gesagt werden, schließlich ist das ja der Anlass.
Dort lernen wir dann:

Seit 1889 gehen Menschen an diesem Tag gegen Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße. Menschen, deren Existenz vom Urteil des Kapitals abhängt, ob mit ihnen ein lohnendes Geschäft zu machen ist oder nicht.

->Merken: das Kapital urteilt, hat als solches also ein Bewusstsein. Klar ausgesprochen also: Das Urteil der KapitalistInnen. Weil die sind (das hat ja schon das Video auf anschauliche Art und Weise gezeigt das sind alles Heuschrecken, die bekämpft werden sollten.

Menschen, die die Schnauze voll davon haben, dass sie arbeiten sollen, damit es ihnen schlechter und anderen besser geht.

->Merken: Unsere Arbeit dient nicht der eigenen Existenzsicherung, nein im Gegenteil wenn wir arbeiten geht es uns schlechter (was psychologisch sogar stimmen mag, ich zumindest werd nicht gerne zum Arbeiten gezwungen) und anderen besser, oder auch: Das was wir an Profit erwirtschaften raffen die bösen KapitalistInnen flugs in die eigene Tasche.

Menschen, die den staatlich eingerichteten Konkurrenzkampf aller gegen alle, um Geld und Güter, nicht für den Ausdruck einer „Menschennatur“, sondern für einen Hirnriss halten.

Hirnrissig ist das allemal. Aber der Konkurrenzkampf ist keineswegs staatlich eingerichtet sondern ebenfalls eines der Grunprinzipien der kapitalistischen Ausbeuterei. Der Staat sorgt sogar dafür, dass die Barbarein gewisse Grenzen gepresst wird.

Danach gehts weiter mit allerlei Geseier, so wird unter anderem behauptet der Sozialstaat würde abgebaut, weil die Konfrontation der Blöcke Anfang der 90er ein Ende fand. Das münde dann in „Sozialterror“ ála HartzIV und das sei:

Kein Grund stolz zu sein auf diesen Staat. Viele kommen deshalb auf die Idee, „die Juden“ oder „die Moslems“ seien schuld an ihrem Elend.

Dann nennt mir doch mal bitte bitte einen Grund auf diesen Staat stolz zu sein? Und dank aufmerksamer Lektüre eures Aufrufes wissen wir ja, dass keineswegs Juden oder Moslems am Elend der Welt schuld sind sondern Kapitalisten.
Das Geseier goes on bis zu der These, die wohl in keinem missratenen Aufruf fehlen darf:

Für uns verläuft die Grenze jedoch nicht zwischen Völkern oder Religionen, sondern zwischen oben und unten.

Danach kommt auch nichts neues mehr und das Ganze ermüdet mich grad. Deswegen nur noch 2-3 Schmankerl:

Die israelische Armee führt permantente Angriffe auf palästinensische ZivilistInnen im Gazastreifen und den besetzten Gebieten durch.

Leave the peaceful Palestinans alone!

Staaten, die sich „Freiheit und Demokratie“ aufs Banner geschrieben haben, zeichnen sich oft durch besondere Aggressivität aus.

Staaten, die sich Unterdrückung oder gar Sozialismus auf die Fahnen geschrieben funktionieren da ganz ganz anders.

Die Bevölkerung Afghanistans wird einem Besatzungsterror unterworfen, an dem sich auch die deutsche Bundeswehr aktiv beteiligt.

Leave the Talibans alone!

Streiks gegen Schließungen und für höhere Löhne, Rebellionen von Jugendlichen, die an den Rand gedrängt werden und keine Perspektive haben, zeigen, dass die Unzufriedenheit zunimmt und die Wut steigt

Wo? Der GDL Streik der da aufgeführt hatte für mich nicht viel von Rebellion.

Teil 2, die marxistische Initiative folgt.

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