Dresden III oder Lebende Tote

In einer Linken vor unserer Zeit gab es mal einen Organisierungsversuch, dieser nannte sich Antifaschistische Aktion / Bundeweite Organisation, die AA/BO löste sich 2001 in Reaktion auf eine Vergewaltigung in der Mitgliedsgruppe Antifaschistische Aktion Berlin (AAB) auf, dachten alle. In Wahrheit scheint auch für antifaschistische Organisierungen zu gelten: Totgesagte leben länger. Nach 9 Jahren Pause wieder ein Zeichen:

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28 Anmerkungen zu »Dresden III oder Lebende Tote«


  1. 1 anti 16. Februar 2010 um 13:21 Uhr

    naja, ob sich die aabo tatsächlich wegen dieses recht obskuren vorwurfs aufgelöst hat, würde ich mal ausdrücklich bezweifeln.

  2. 2 ♥Thekenatze 16. Februar 2010 um 14:25 Uhr

    »recht obskurer vorwurf« ich sehe da ist mal wieder ein experte in vergewaltigungsfragen unterwegs.

  3. 3 Wendy 16. Februar 2010 um 18:28 Uhr

    Wegen des Vergewaltigungsfalls aufgelöst? Lehnst du dich da nicht etwas weit aus dem Fenster?

  4. 4 ♥Thekenatze 16. Februar 2010 um 18:51 Uhr

    Wendy: Ja vielleicht. Ehrlich gesagt hab ich nicht so die detaillierte Ahnung vom Zersetzungsprozess der AA/BO.

  5. 5 anti 16. Februar 2010 um 21:34 Uhr

    naja, zumindest ging es nicht um einen vorwurf im strafrechtlichen sinne, sondern eher um eine sehr weit gefasste angelegenheit. hatte aber meinerzeit nicht den eindruck als ob die aa/bo sich deshalb aufgelöst hätte. der ansatz war halt gescheitert.

  6. 6 ♥Thekenatze 17. Februar 2010 um 15:21 Uhr

    Wenn du das miterlebt hast, sollten dir die Debatten in denen u.A. auch erklärt wurde warum das Strafrecht kein vernünftiges Maß für die Bestimmung einer Vergewaltigung ist nicht entgangen sein, oder?
    Was die AA/BO angeht, wie gesagt, da lass ich mich sehr gerne berichtigen/ergänzen. Gnade der späten Geburt und so.

  7. 7 saltzundessick 18. Februar 2010 um 2:25 Uhr

    das ist quatsch, was du da schreibst. abgesehen davon ist die reformantifa nach der teilung der aab kein bisschen besser geworden, vermutlich eher noch unnuetzer.

  8. 8 anti 18. Februar 2010 um 11:56 Uhr

    nun denn. ich habe diese debatte miterlebt und bin nach wie vor der meinung, dass die begriffe des dt strafrechts den szeneinternen privatdefinitionen bzw. eben-nicht-definitionen in nahezu jeglicher hinsicht überlegen sind. gewalt, rücksichtslosigkeit, asoziales bemehmen etc. sind nicht immer eine vergewaltigung – selbst wenn die betroffene person das meint.
    die aab war lustig und hat spass gemacht. der rest nervt eher.

  9. 9 lustiges zusammentreffen hier 18. Februar 2010 um 13:51 Uhr

    gewalt, rücksichtslosigkeit, asoziales bemehmen etc.

    ist ja auch so viel besser. da will man gleich dabei sein und spaß haben, ohne doofes generve. wenn’s dann mal beim gewaltätig- und asozial-sein zu wild zugeht, hat man ja das gute deutsche strafrecht – der bürgerliche staat ist eben doch für was gut und bestimmt total korrekt, wann das brutale willen-durchsetzen ok geht und wann nicht mehr. natürlich auch in sexuellen belangen (dem geschmacksurteil der mehrheit folgend, das versteht sich von selbst). das ist doch was!

  10. 10 anti 18. Februar 2010 um 15:41 Uhr

    @ lustiges zusammentreffen hier, was bist du denn fürn spinner. hab ich irgendwie angedeutet, ich fände gewalt udgl. irgendwie in ordnung? hab ich irgendwie gesagt, man solle seinen willen brutal durchsetzen oder auch nur suggeriert, in der aab wäre so etwas toleriert worden? doppelt nein.
    brabbel halt weiter kategorien- und kritiklos in der gegend rum. wer nicht mal 4 zeilen postings lesen kann, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  11. 11 crashintoahouse 18. Februar 2010 um 17:00 Uhr

    dir is nich mehr zu helfen, kloppi.

  12. 12 ♥Thekenatze 18. Februar 2010 um 17:09 Uhr

    Und jetzte beruhigen wir uns alle erstmal wieder. Dann lässt es sich nämlich viel einfacher diskutieren. Wem wo unter welchen Umständen geholfen werden kann, das kläre wir auch nicht hier. Geht nämlich gar nicht. Und wenn ich mehr Zeit habe (also frühestens morgen) schreib ich sogar noch was inhaltliches. Bin dahin, streitet euch, aber bleibt vernünftig, danke.

  13. 13 anti 18. Februar 2010 um 19:02 Uhr

    nichts ist schöner, als alle 3 monate auf beliebigen blogsport-blogs für die einhaltung minimaler rationalitätsstandards zu plädieren um sich dann zurück zu lehnen und der autistischen bagage dabei zuzusehen, wie ihre beissreflexe durchgehen.

    damals wie heute gilt, das strafrecht mag reaktionär oder schlicht bürgerlich sein. im gegensatz zu den begrifflosen emophantasien der „szene“ oder der teile, die sich zu äußerungen in dieser hinsicht gehalten fühlen, ist es zum gegenstand der kritik.

  14. 14 die proletarische faust 20. Februar 2010 um 9:53 Uhr

    es ist auch nicht so, dass jede_r szenekaspar unbedingt seine meinung zu allem abgeben muss, auch wenn oder sie das gerne moechte. das ist vermutlich viel eher das problem an der rechtssprechung und der urteilungsfindung in der sog. ’szene‘. es soll ja schon vorgekommen sein, dass voellig fremde und unbeteiligte personen den genauen vorgang besser kennen wollen als tatsaechlich beteiligte und darauf auch vehement bestanden haben, da sie sich als ungefragte experten eben dazu berufen fuehlten und einfach behaupteten ‚ich habs miterlebt, ich war dabei‘.
    informationen aus dritter/vierter/fuenfter hand vom hoerensagen, irgendwelchen dubiosen blogsportblogs oder der interim werden in der fantasie irgendwelcher wohnzimmerrebellen zur eigenen vita umgedichtet.
    das hat jetzt gar nichts mit dem speziellen fall aab zu tun, sondern ist eher allgemein gemeint. bei der o.g. sache gilt das definitionsrecht der frau.

  15. 15 ♥Thekenatze 20. Februar 2010 um 17:50 Uhr

    anti: Wenns dir nur um Klischeebestätigung geht und darum mal kräftig über die Definitionsmacht zu kotzen, können wir das auch sein lassen. Dann hast du dein Ressentiment jetzt schön bestätigt. Deswegen empfehle ich dir noch das http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,253,8.html und das http://gigi.x-berg.de/texte/vergewaltigung zu lesen und bin raus.

  16. 16 unverstanden 20. Februar 2010 um 23:33 Uhr

    es ist schon beachtlich, was diese sog. „linke“ szene immer wieder an neuem ekel hervorbringt. wenn es z.b. um den antisemitismus in der szene geht, dann sagen tatsächlich immer noch einige, der sei ja überall in der gesellschaft und so eben auch in der linken zu finden. beim thema sex(ismus) in diesem konglomerat dreht der mob dann durch: hier müsse das hiesige gesetz außer kraft gesetzt werden, wo sonst selbst autonome antifas nazis anzeigen und ein tribunal sozial verarmter persönchen schreitet zum letzten gefecht. diese gutmenschen, die in diesem denken des absoulten gefangen sind, leben also in einer parallelgesellschaft und so auch können sie nur, analog zum thema integration die besseren rassisten, also die antirassiten sein.

  17. 17 ♥Thekenatze 21. Februar 2010 um 22:14 Uhr

    Ich wiederhole mich, lies mal die Sachen, die ich anti vorschlug. Glaub mir, ist besser so.
    Ach weißt du was, ab zum ADF mit dir, da kannst du dich mit tollen Liberalen anfreunden ein Loblied auf »hiesige Gesetze« singen und dich mit ihnen in eurem Unverstand suhlen.

  18. 18 blabla 21. Februar 2010 um 23:40 Uhr

    wenn es z.b. um den antisemitismus in der szene geht, dann sagen tatsächlich immer noch einige, der sei ja überall in der gesellschaft und so eben auch in der linken zu finden.

    wer soll das gesagt haben? wer nimmt sowas hier ernst? *gähn*

    gutmenschen … parallelgesellschaft

    kann ja nicht jeder so gut integriert sein wie du ins hiesige.

  19. 19 anti 22. Februar 2010 um 14:05 Uhr

    was soll denn an diesem uralten text von gigi interessant sein? halbverstandene Theorien zu halbgaren thesen zusammengeraunt.
    Wie sieht denn diese „Definitionsmacht“ in der Praxis aus? Kenne ausschließlich katastrophalen Unsinn bzw. recht plumpes Ausgrenzen – wobei ich (von wenigen ausnahmen abgesehen) sogar an der Lauterkeit der Motive der beteiligten Genoss_innen zweifeln möchte.

  20. 20 Keta Minelli 23. Februar 2010 um 18:54 Uhr

    Als involvierter Zeitzeuge kann ich nur sagen: Anti hat vollkommen recht. Das Definitionsrecht ist Humbug, die daran anknüpfende Sanktionsmacht reaktionärer Scheiß. Dann lieber Bürgerliches Gesetzbuch, echt.

  21. 21 1% 23. Februar 2010 um 19:11 Uhr

    „Dann lieber Bürgerliches Gesetzbuch, echt.“

    als ob du dir das aussuchen könntest.

  22. 22 Keta Minelli 23. Februar 2010 um 19:28 Uhr

    Das stimmt wohl. Zumindest in den sich sanktionsfähig wähnenden Berliner Biotopen wurde diese Alternative trotzdem aufgemacht.

  23. 23 anti 25. Februar 2010 um 11:38 Uhr

    Vielen Dank, liebe Keta.
    Du hast natürlich auch recht. Außer mit dem bürgerlichen Gesetzbuch. Eigentlich müsstest du aber wissen, dass die Strafe immer schon via Strafgesetzbuch verteilt wird. (Bei Vergewaltigungen § 177)

  24. 24 saltzundessick 02. März 2010 um 23:13 Uhr

    jo, danke, lieber germano. du scheinst ja wirklich die weisheit mit dem ganz grossen loeffel eingenommen zu haben. herzlichen glueckwunsch dazu.

  25. 25 John 01. Juni 2010 um 3:07 Uhr

    Nee, die Auflösung der AA/BNull stand am Ende eines etwas längeren Dahinsiechens, was allerdings für so ziemlich fast alle organisierten Antifa-Zusammenhänge der 1990er galt. Neben der Rampensau AA/BNull schied auch die Konkurrenzveranstaltung namens BAT mehr oder weniger freiwillig aus dem Leben. War ja auch ganz okay, schließlich haben danach Gerhard Schröder und Co. im (Staats-)‘Antifa-Sommer‘ mit dem ‚Aufstand der Anständigen‘ den Faschismus mitsamt seiner Wurzeln vernichtet. Sieg auf ganzer Linie!!

  26. 26 ♥Thekenatze 05. Juni 2010 um 15:38 Uhr

    War ja auch ganz okay, schließlich haben danach Gerhard Schröder und Co. im (Staats-)‘Antifa-Sommer‘ mit dem ‚Aufstand der Anständigen‘ den Faschismus mitsamt seiner Wurzeln vernichtet. Sieg auf ganzer Linie!!

    /me loled.

  27. 27 notwendig 29. November 2010 um 18:30 Uhr

    Damit wir mal beim Thema bleiben, sind die Banner seit Jahren in Hand der Antifa Bonn Rhein Sieg, deren Logo man wohl auch auf dem anderen Banner sieht…

  28. 28 ♥Thekenatze 11. Januar 2011 um 2:06 Uhr

    /me still lols.

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