Gedenkdemo in Dortmund.

Am 03.04 findet die alljährliche Gedenkdemo für den 2005 von Nazis ermordeten Thomas Schulz statt. Hin da.

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6 Anmerkungen zu »Gedenkdemo in Dortmund.«


  1. 1 rammelzee 12. Januar 2010 um 1:56 Uhr

    und weshalb soll man hin da?

  2. 2 ♥Tekknoatze 12. Januar 2010 um 2:44 Uhr

    Um Schmuddel zu gedenken, eigentlich ziemlich selbst erläuternd.

  3. 3 rammelzee 12. Januar 2010 um 2:57 Uhr

    kannte den nich. find ich komisch dafür werbung zu machen. ist das diese „solidarität“ die man praktizieren sollte? oder kann man sich da einfach richtig betroffen fühlen (einer von uns!) und wut tanken (denen müssen wirs zeigen!), was beides zur rechtfertigung des antifaschistischen hobbies dient (nie wieder schmuddel-mord!)?

  4. 4 ♥Tekknoatze 13. Januar 2010 um 3:53 Uhr

    Nazis sind Teil der Probleme, die es abzuschaffen gilt, wenn die Sache des Kommunismus (und ich vermute in dem Ziel sind wir uns einig) Erfolg haben soll. Deswegen ist es richtig einen antifaschistischen Kampf zu führen. Nazis sind die Gegner_innen, der demkoratische Stadt ist ein Gegner. Radikale Linke in einem Kampf gegen jene nicht. Die mögen einige falsche Sachen erzählen, aber in der grundlegenden Frage hat man doch schon mal Einigkeit (und damit meine ich nicht nur den Kampf gegen Nazis, siehe unten). Wenn die dann einen falschen Begriff von der Sache haben, oder das nicht hinkriegen den Gegenstand der Kritik vernünftig zu kritisieren dann streitet man sich halt mit denen. Und wenn dann eine_r von denen auf die Mütze kriegt, dann ist das Scheiße und nicht gut. Und weil das Scheiße ist kann man da auch »diese ›Solidarität‹« zeigen. Das beschränkt sich natürlich nicht auf den Antifaschismus, der Kampf gegen die Demokratie ist auch einer, den es zu führen gilt (wer beim Antifaschismus immer das Lob der Demokratie am Werke sieht liest bitte ab jetzt aufmerksamer). Ziemlich dringend sogar, denn ja, die Ausbeutung, die uns das Leben zur Hölle macht ist eine demokratische. Die Unterteilung der Freind_innen in ein »größeres« und ein »kleineres« Übel ist aber auch dann noch falsch wenn die Demokratie als das Größte und alles andere. so natürlich auch die Nazis, als dementsprechend Kleinere gesehen werden. Natürlich muss man gucken wie man diese Kämpfe gewichtet, es ist nämlich auch keine Lösung z.B. bei einem Naziaufmarsch die Bürgers hinten vom Karren fallen zu lassen und auf »Meilen der Demokratie« zu mittelmäßiger bis schlechter Popmusik oder in lustigen, bunten Sitzblockaden lustige_r Mitspieler_in der Zombiearmee des Antifaschismus des heutigen Deutschlands zu sein und wenn es drauf ankommt auch noch die Rolle der radikalen Depp_in mit denen niemand zu tun haben will geschenk zu kriegen, dabei hat man sich doch so gut benommen. Das Volkstrara von Falken, über die demokratische Mitte bis hin zum Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Standort und Deutschland, einig Vaterland, ist an einem solchen Tag weder mehr noch weniger Feind_in als an jedem anderen. Warum darüber nun wieder vergessen sollte die Nazis in den Reihen der Feind_innen zu nennen, das wird mir nicht klar.
    Ich finde es durchaus legitim zu einem solchen Ereignis betroffen zu sein. Sicherlich kann man da auch Antrieb schöpfen, Hass rauslassen oder sonstwas. Betroffenheit und Wut sind keine Argumente gegen die Scheiße, aber ein Antriebspunkt gegen ebenjene. Dass Staat und Nazis Genoss_innen töten, das sind allerdings Argumente gegen sie. Ich bleib bei meinem Aufruf: Hin da.

  5. 5 Klaus U 03. Februar 2010 um 22:34 Uhr

    In einem Punkt Zustimmung: Bloß, weil jemand eine politisch andere Auffassung von diesem und jenem hat, ist er nicht notwendiger Weise ein Gegner. Und ja, wenn jemand ermordet wird aus politischen Gründen, dann ist das natürlich ziemlich beschissen.

    Allerdings: In einer Unterstellung liegst du ziemlich daneben:

    Radikale Linke in einem Kampf gegen jene (Nazis, K.U.) (sind) nicht (Gegner, K.U.). Die mögen einige falsche Sachen erzählen, aber in der grundlegenden Frage hat man doch schon mal Einigkeit.

    Das wäre erst mal zu prüfen. Der entsprechende Aufruf zeugt davon, wo das Problem angesiedelt wird: Dass es Obdachlosigkeit gibt, ist nicht der Hauptskandal für diese Leute. Dass die Obdachlosen dann von Nazis verprügelt und umgebracht werden, das schon. Dabei ist natürlich letzteres ein Skandal. Nur sollte man darüber die Existenz des Skandals Obdachlosigkeit nicht vergessen. Oder, anderes Beispiel: es wird davon berichtet, dass seit 1990 ca. 140 Menschen durch Nazis ermordet wurden. Ja, das ist schlimm.

    Schlimm ist auch, dass die Aufrufschreiber nicht eine Silbe darauf verwenden, dass das demokratische Europa alleine 2006 mindestens 6.000 Menschen im Mittelmeer hat ersaufen lassen mit der demokratischen EU-Grenzpolitik. (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26912/1.html) In anderen Worten: Die Demokratie schafft diese 140 Toten locker an einem Wochenende: „Vermutlich mehr als 140 Flüchtlinge am Wochenende ertrunken“ Meldung der Presseagentur AFP vom 10.12.2007

    Nun, man kann natürlich sagen, dass es da nicht hingehört, weil’s ja nun mal um die Gewalt der Nazis geht. Dann könnte man das folgende doch mal ausführen und nicht nur als Phrase hinten dranklatschen:

    es bleibt festzuhalten, dass wir als AntifaschistInnen nicht nur gegen reaktionäre Ideologien, Nazis und andere Bösewichte kämpfen – quasi als bewaffneter Arm der Zivilgesellschaft –, sondern die radikale Umwälzung des Bestehenden zumindest mitdenken.

    Denn mehr als mitgedacht wird das dann wohl doch nicht:

    Denn Antifaschismus bedeutet nämlich mehr, als nur regelmäßig Indymedia zu lesen und auf Antifademos gegen Naziaufmärsche zu gehen. Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit, die Organisierung von Veranstaltungen, Flugblattverteilungen und Demonstrationen sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit faschistischer Ideologie und ihren gesellschaftlichen Ursachen sind wichtige Felder antifaschistischer Arbeit.

    Das Problem sind die gesellschaftlichen Ursachen – von Faschismus – und nicht weil sie in sich ein Problem darstellen. Das ist der gesellschaftliche Bezug, den diese Antifas haben, die deswegen in der Gesellschaft, gäbe es die Konsequenz faschistischer Verlängerung nicht, keinerlei Problem finden können.

    Von Wegen also: Da gibt’s gemeinsame Grundziele.

    Gruß

    Klaus

  1. 1 Dortmund - Blog - 11 Jan 2010 Pingback am 19. Januar 2010 um 21:19 Uhr
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