Ein Video von extrabladet aus Kopenhagen, das Bullen im Einsatz gegen Sitzblockaden zeigt. Bevor ihr es anmacht möchte ich euch darauf hinweisen, dass ein neun minütiger Gewaltexzess gezeigt wird. In Jurist_innen-Deutsch würde man das wohl mehrfache gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung nennen- nur haben die Einsatzkräfte Glück, dass sie es eben sind, die auf Seiten des Staates stehen, die Konsequenzen werden wohl, wie beinahe immer, gering sein, wenn es denn überhaupt welche gibt. Ich hab 3 Etappen gebraucht um es zu gucken (wohlgemerkt ohne Ton), vorenthalten will ich es aber auch nicht:
via medium
Eine Entscheidung hat dieses Video für mich persönlich nochmal bekräftigt: Wenn du die Bullen schon nicht abschaffen kannst setze dich wenigstens niemals vor sie hin. Mehr und hilfloser kann man sich ihnen nicht ausliefern.
Mollis und Steine.
…aber nicht vom weltklimagipfel sondern aus dem letzten sommer.
Danke für die Ergänzung, hab mich schon gefragt wie die bei den Temperatueren in kurzen Hosen und Tops da sitzen können
Wow
Egal wie oft ich solche Videos sehe, ich bin immer wieder geschockt von dem Ausmass und der Schamlosigkeit solchen praktisch legalisierten Brutalitäten und Gewaltexzessen….
das ist ekelhaft. brutal. sorry ich musste schon nach 1:20 abbrechen.
die leute versuchen, den abtransport einer gruppe von migrantinnen, die aus einem kirchenasyl abgeschoben werden sollen, zu verhindern. am folgetag gab es in kopenhagen eine demo von 15.000 personen gegen die abschiebungen und die bullenbrutalität.
du musst echt mehr blogs aus krassen städten lesen.
http://besserscheitern.wordpress.com/2009/08/14/lernen-objektiver-an-das-verhalten-polizeilicher-einsatzkrafte-heranzugehen4/
wieso guckt ihr euch eigentlich 9 minuten lang solchen kram an? 3 etappen! wozu nur?
*kopfschüttel*
und die überschrift verstehe ich auch nicht. ist die räumung einer sitzblockade, die du schliesslich selbst beschreibst.
achja, janz wat wichtiges: „Wenn du die Bullen schon nicht abschaffen kannst setze dich wenigstens niemals vor sie hin.“
@ tee
sicherlich werden die leute weggebracht, aber vielleicht ist die herangehensweise nicht die einer räumung, im sinne von einfach entfernen, sondern diejenige leute so lange zu schlagen bis sie von alleine aufstehen. mMn gibts da schon einen unterschied. ansonsten: 30.12. schumannplatz leipzig.
@tee Angeguckt hab ichs in der Hoffnung, dass irgendwann die Bullen wenigstens noch ein bißchen was abkriegen. Puestekuchen.
Ansonsten hat jonny das Wichtigste schon gesagt. Ich als olle_r Antifa hab eine gewisse Vorstellung wie Räumungen voonstatten gehen, aus Erfahrung. Dieses Vorgehen (Beine festhalten und gezielt draufhauen, bei gerade aufstehenden Leuten auf die Beine kloppen damit die sofort zusammenbrechen…) gehört nicht dazu. Da ist die beste Umschreibung tatsächlich die Jurist_innendeutsche Formulierung.
Und, ehrlich gesagt, regt mich dein »ist doch nur ne Räumung« schon auf. Als wäre das erste Ziel da nicht Leute zu verletzen.
Eine Räumung ist sowas: http://www.youtube.com/watch?v=O9WNd72lpG4 Erkennbar daran, dass die Leute weggetragen werden.
T Ö T E N !
jonny:
ich muckierte das „unbeschreiblich“ in verbindung mit der darauffolgenden beschreibung.
tekknoatze:
du guckst dir sowas also an, in der hoffnung gewalt andersrum zu sehen. erinnert mich an räuber und gendarm, jeder erfüllt eben seine rolle.
und tja – du als olle_r antifa. mit der erfahrung kann ich halt nicht dienen, ich war nie so blöd mich vor die bullen zu setzen und dann darauf zu hoffen, das alles schön rechtsstaatlich abläuft. denn genau darüber echauffierst du dich hier ja – nicht DASS geräumt wird, sondern WIE.
ps: eric hat wie immer recht.
huch, mein alter fehler wieder. MOKIEREN natürlich
und schreib doch mal dem dänischen (oder wo das war) polizeipräsidenten von deinen erfahrungen, wie räumungen so vonstatten gehen (sollten). du musst es schliesslich wissen.
ach jonny: am 30ten sitzblockieren? was/wen denn?
Ziemlich krasses Ding. mir gerade echt übel vor wut.
Herzlich Willkommen in der Beliebigkeit, tee.
tee, September 2009
@ tee: nix blockieren, sechs stunden durch die kälte latschen. „ansonsten“ stand nicht umsonst vor dem doppelpunkt, also stell dich nicht so an
september, na also. ich werde übrigens zu einem beliebigen zeitpunkt mal wieder bei einem beliebigen anderen fall das beliebig gleiche antworten. je nach belieben.
jonny: ach ja, ansonsten. naja, wenn die bullen mich nicht wegknüppeln habe ich keine erfahrungen, auf die mein abgrundtiefer hass aufbauen kann. und den brauche ich doch, um meine erarbeitete vorstellung, davon wie räumungen so vonstatten gehen, mit anderen räumungen abgleichen und bestimmte vorgehen dann … hm, ja was eigentlich? zu unbeschreiben?!
wie du das rauslesen konntest, ist mir schleierhaft. ich hab mich – wie schon geschrieben – nur über deine überschrift mokiert, nämlich dass du das unbeschreibliche dann doch beschreibst. bewertet hab ich da nix.
du tust doch so, als wäre das erste ziel einer räumung nicht leute zu verletzen. und das nur aus deiner erfahrung heraus, wie räumungen so ablaufen. dabei sagt diese empirie rein gar nichts über die ziele der bullen aus.
und vor allem über zielgerichtete mittel.
wie schon geschrieben -.ziele. „im sinne von entfernen“ legst du ja schliesslich hinein.
wollen sie bspw. bezwecken, dass sich die leute nicht gleich wieder 17 meter weiter hinsetzen oder nächste woche, ist ihr mittel vielleicht einschüchterung/abschreckung. nur mal so als gewagte hypothese.
Jetzt guck doch mal was das Ziel einer Räumung ist: eine Straße/Bahntrasse/was auch immer von Störenfrieden freizukriegen um den geregelten Ablauf von was auch immer wieder zu gewährleisten. Das geht im Falle einer polizeilichen Räumung nie ohne Gewalt vonstatten. Alleine schon, weil das Auftauchen einer Bullenhundertschaft ein Akt psychischer Gewalt ist. Und auch sonst ist das Ziel einer Blockade ja eben nicht aufzustehen wenn man mal lieb gefragt wird, da wäre das Ganze ja schon ein wenig in die Sinnlosigkeit getrieben. Jetzt sagst du aber: Wenn die Bullen da ankommen um die Blockade zu räumen dann ist das gar nicht deren vorrangiges Ziel. Da passt doch was nicht zusammen tee. Das Ziel die Straße freizubekommen leg ich bei einer Räumung nicht hinein, das ist das Ziel einer Räumung. Ich bleibe dabei: die dänische Polizei hat nicht versucht diese Blockade zu räumen, sie haben alles was ihnnen vor die Knüppel kam mal ordentlich gedrescht.
Mit dieser Feststellung hab ich nebenbei nicht, wie von dir behauptet, Räumungen an sich schon abgesegnet und mokier mich nur noch darüber, dass das keine ordentliche sei.
Und: Ich hab keinerlei Erfahrung mich vor Bullen hinzusetzen, werde ich auch nie sammeln.
sag ich nicht. vergleich:
„vorrangiges ziel“: eine „nachhaltige“ räumung.
und tu in das zitat halt ein „körperliches“ vor „zu verletzen“. dann stimmt’s auch wieder, was auch immer du da mit psychischer gewalt willst …
vorrangiges ziel ist natürlich die räumung, das nachhaltige ist nachrangig. aber es gibt möglicherweise ein mittel um beides umzusetzen. sowas wird aber gern mal vereinfacht, denn draufhauen ist schlimm(er).
Wo tu ich denn nur so? Anscheinend bist du damit ja auch einverstanden, dass das Ziel einer Räumung eben das Räumen ist und nicht die Leute [körperlich] zu verletzen.
Ist es bei dir erst Gewalt wenn der Tonfa trifft? Einschüchterung z.B. lässt sich auch sehr gut durch psychische Gewalt erreichen. Der Einwurf der psychischen Gewalt war eh nur eine Bekräftigung meiner in der Überschrift formulierten These. Ich bin nochmal darauf eingegangen, dass Räumungen immer mit Gewalt, körperlicher oder psychischer Art, einhergehen.
Brutales Zusammenschlagen von Menschen als notwendigen Inhalt einer Räumung darzustellen, wird der Sache nicht gerecht.
Normalerweise wird durch In-Gewahrsamnahmen oder ggf. erst Platzverweise dafür gesorgt, dass sich die Leute nicht wieder hinsetzen.
Das Leute in so einem Maße Opfer körperlicher Gewalt werden, ist weder empirische Realität noch Ziel des Staates.
In diesem Sinne kann man sich schon darüber entsetzen, was dieses Video zeigt. Natürlich ist es eine Räumung einer Sitzblockade. Aber eben keine normale, sondern eine, die von einem Gewaltexzess begleitet wird.
das knüppeln ist ein mittel, kein ziel/zweck.
du tust eben so, als hättest du mit „räumung“ das ziel schon fertig bestimmt. dabei gibt es tausend verschiedene räumungen, unterschiede in den widerständen, denen auch mit unterschiedlichen mitteln, also unterschiedlichen räumungen, begegnet wird.
ist einfach falsch. aber macht ja auch keine_r.
Ok. Du meinst also „Brutales Zusammenschlagen“ ist manchmal „notwendiger Inhalt einer Räumung“?? Wieso? Woher nimmst du denn dieses Wissen?
?Hast du nicht selbst gesagt
Bei den Räumungen die ich gesehen habe, lief das Entfernen der Blockadeteilnehmer_innen auch ohne Einsatz des Schlagstocks ab. Und auch in dem Video oben wird der Schlagstock nicht als letztes Mittel eingesetzt, den die Polizei nutzt, weil ihre vorherigen Methoden nicht greifen, sondern schon von anfang an, mit dem Selbstzweck die Blockierer_innen zu verletzten.
Sorry, aber deine Argumentation lässt sich nicht nachvollziehen. Selbst wenn sich „Widerstände“ und „Mittel“ unterscheiden, kann doch das Ziel das gleiche bleiben.
Tecknoatze hat schon Recht. Per Definition ist das Ziel einer Räumung, Menschen von einem Ort (besetzten Haus, Strasse, Bahntrasse etc.) zu entfernen. In welchem Maße sie sich dagenen zur Wehr setzen und welche Mittel die Polizei ergreift, hat doch keinen Einfluss auf das vorab erklärte Ziel.
mein ich nicht, lern mal lesen. ich schrieb dazu ganz klar:
und dass das hier keine_r behauptet.
ich nahm ja kein wissen, du scheinbar schon. woher dieses denn?
und zum rest – geh einfach mal darauf ein, dass mit der „definition“ räumung das ziel zwar bestimmt ist, nicht aber die mittel, die zum erreichen des zieles eingesetzt werden. eben weil das ziel räumung nicht einfach nur „leute schnell mal von der strasse tragen“ ist, sondern schon etwas komplexer sein kann und oftmals auch ist. nämlich einen platz geräumt zu bekommen und auch geräumt zu behalten!
aber scheinbar kannst du dir einfach nicht vorstellen, dass (physische) gewalt ein einfach(er)es mittel zum erreichen eines zieles sein kann. eines, welches vielleicht weniger polizeikräfte benötigt, schneller geht oder irgend einen anderen vorteil für die staatsgewalt birgt.
Ich habe es daraus geschlussfolgert, das ich alle anderen Gründe ausschließen konnte. Die Gewalt war – wie aus dem Video ersichtlich – nicht für die Räumung notwendig. Ein Befehl nach extra Gewalt vom Staat kann ich mir auch nicht vorstellen.
Darauf bin ich nicht eingegangen, weil ich dir da zustimme. Du hast Recht. Es ist eine Räumung. Nur halt mit anderen Mitteln als normalerweise. Und das sagte ich oben ja bereits.
Und trotzdem kann man sich darüber aufregen. Weil es „weder empirische Realität noch Ziel des Staates“ ist, wie ich schon sagte.
Natürlich bringt es auch Vorteile. Aber eben auch Nachteile. Zum Beispiel schlechte Presse, daraus resultierendes Negativbild der Polizei, ggf. Rechtsstrei, vieleicht Ärger von Vorgesetzten weil Bürgerechte verletzt wurden, etc. etc.
Und da solche Übergriffe eben eher Ausnahme statt Regel sind, schlussfolgere ich dass für die Polizei die Nachteile normalerweise überwiegen.
na dann schlussfolgerst du cleveres kerlchen sicher auch, dass die vorteile in einigen wenigen fällen auch überwiegen. und das in dem video ist vielleicht so ein fall.
du scheinst diese räumung ja ganz genau zu kennen. wieviel zeit hatten die bullen denn dafür von ihren vorgesetzen? wieviele kräfte waren vor ort und hatten wieviele sitzblockierer_innen zu beseitigen? was gab es sonst noch so an einflüssen, die die „übermässige“ gewalt überhaupt erklären können?
„SELBSTZWECK“?!
@tee
hast du dir denn schonmal von den bullen paar aufs maul hauen lassen? oder mal in eine bullenpistole geguckt? mach doch mal. eventuell vergehen dir dann deine spitzfindigkeiten, du hobbyjurist.
„Und da solche Übergriffe eben eher Ausnahme statt Regel sind“
„Zum Beispiel schlechte Presse, daraus resultierendes Negativbild der Polizei, ggf. Rechtsstrei“
Der einzige Fall, den ich mir vorstellen kann das Gewalt aus Sicht der Cops notwendig ist, ist wenn die Demonstranten nicht ohne dieselbe entfernen werden können.
Da dies aber in den Fällen im Video gar nicht erst versucht wurde, nehme ich an, es war auch aus der Sicht der Cops nicht ubedingt notwendig.
Es macht das Weltbild natürlich um einiges leichter, wenn man den Staat als böses Monster betrachtet, dem nichts mehr Spaß macht als Linke zu verprügeln. Aber dass der demokratisch-kapitalistische Staat seinen Individuuen auch Bürgerrechte einräumt und eigentlich kein Interesse daran haben kann seine Subjekte zu verletzen, auf die Idee kommt man halt nicht, wenn man nach dem man „von den bullen paar aufs maul“ bekommen hat und sich danach die Fähigkeit differenzert zu kritisieren in Rauch auflöst…
Wer dem Staat pauschal alles böse unterstellt, wird auch nicht mehr bei Kritik ernst genommen die wirklich ne Grundlage hat.
neeneenee – was geht denn hier ab?
btw: tee hat doch mit einem seiner postings schon selber begründet, das es hier wohl eher nicht nur um die konkrete räumung ging, sondern auch um abschreckung für die zukunft usw. wobei das dann auch ziel und nicht nur ittel ist…
zu dem vorwurf der rechtsstaatsaffirmation sag ich mal nichts. die ewig gleiche gsp-disku nervt ja doch irgenwann.
@saltzundessick:
ja. nein. eventuell, du hobby.
es geht eben in den allerwenigsten fällen um gewalt als „spass“ oder „selbstzweck“. aber du willst ja partout nicht in betracht ziehen, dass da oftmals ganz reale zwecke dahinterstehen.
Welche zum Beispiel? Gut, ich könnte mir auch noch vorstellen, dass der Zweck auch Abschreckung künftiger Blockierer oder Einschüchterung der Linken seien kann.
Aber das wär doch auch ein Grund erschreckt zu sein. Denn so oft hab ich noch nicht gesehen/erlebet, dass Exempel statuiert werden…
na hoppla, exempel sind nicht die regel.
und auch andere zwecke hatte ich schon lange zu bedenken gegeben. nun bin ich aber müde …
Das ist einfach falsch. Ob der Staat aks Struktur sowas wie Freude überhaupt empfinden kann alssen wir mal außen vor, aber das Gewähren von BürgerInnenrechten sagt ja nicht aus, dass er keine Gewalt mehr gegen die Menschen in seinem Herrschaftsgebiet ausübt. Notfalls halt auch mal mit dem Knüppel feste druff. Und dass der Staat nicht gerade zimperlich mit denen umgeht, die sich gegen ihn stellen beweist er auch gerne mal. Und da hat er dann mitunter auch mal ein Interesse, das wichtig genug ist um dafür Leute zu verletzen oder nen Krieg zu führen und dabei Leute zu töten. Natürlich stellt er sich da nicht hin und sagt es sei sein Interesse Leute zu verletzen, aber es ist eben das Interesse wiederstädige Gruppen zu zerschlagen oder den imperialistischen Anspruch kurz vor TakaTukaLand durchzusetzen.
Nein. Natürlich nicht. Das Gewaltmonopol des Staates sorgt a) dafür dass die Interessen des Kapitals und b) die Bürgerrechte gewahrt werden. Das kann bzw. sollte man auch im Zusammenhang sehen.
Die Frage ist aber, was stellts du dir als Alternative vor?
Ich glaube es ist klar, dass für die emanzipierte Gesellschaft der Staat aufhören muss, das hat nun auch schon Hegel gewusst. Die Sache ist aber dass der Umkehrschluss nicht gilt. Dort wo Staat aufhört, fängt nicht zwingend Emanzipation an.
Im Gegenteil tritt heute dafür eher Racketbildung auf; das vermittelte Gewaltverhältnis wird durch das direkte ersetzt. Dass kann man in Afghanistan, im Swat-Tal und in Mexiko sehen.
Geht doch mal die Liste der „failed-states“ durch. Fälle von Emanzipation wird mensch da sicherlich nicht finden.
Und da weder die Linke noch die Sozialwissenschaft ein Konzept für eine postkapitalistische (und damit auch poststaatliche) Gesellschaft hat muss die Kritik an den oben zu sehenden Vorfällen auf zwei Ebenen erfolgen.
Auf der praktischen, dass es nicht seien kann, dass die Polizei Demonstranten verprügelt und Flüchtlinge abschieben will und auf der theoretischen Ebene Kritik am Staat an sich.
Das darf man aber nicht vermischen und Staatskritik macht sich auch nicht mit Sprüchen wie „Scheiß-Bullen“…
das kann verdammt nochmal nicht seien! kann nicht, kann nicht, kann nicht!!!
*arme verschränk und empört wegdreh*
ist die ddr eigentlich ein „failed state“?
hä? ich glaub, es kann nicht nur so sein, ich glaub es ist so.
@l
Ach ne, Herr/Frau Superklug.
„Etw. kann [doch] nicht sein“ bzw. „es kann nicht sein, dass …“ bzeichnet große Entrüstung bzw. Ablehnung.
-.-
Wie sich alle an die Redewendung klammern
sorry! das liegt an meinem mangelnden sozialwissenschaftlichen wissen.
aber: entrüstet ist man doch über sachen, von denen man sich denkt, dass sie nicht hierher gehören. der einwand ist halt: das tun sie aber. sie gehören dazu. quasi: das hat system! – ist ne these.
ps: in welchem zusammenhang siehst du eigentl. bürgerrechte und kapital(ismus)?
Jaja.
Wollt nur damit ausdrücken, dass man sie nicht gut finden und kritisiern soll.
Vor dem Siegzug des Kapitalismus herschte in Europa größtenteils die Ständegesellschaft und Feudalismus, das heisst eine persönliche Abhänigkeit der Menschen von ihrem Feudalherren.
Der Kapitalismus hingegen baut auf freie Individuuen auf, oder besser gesagt, frei sich selber Arbeit zu suchen, zu handeln und Reichtum anzuhäufen.
Die Menschen im Kapitalismus treten sich als gleiche und freie Subjekte gegeüber.
Deshalb muss(te) der demokratische Staat alle Menschen unabhänig ihres „Standes“ gleichstellen. Das heisst, gleich vor dem Gesetz, mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit, Binnenfreieiht im bestimmten Raum, etc. etc.
Einen sehr guten Vortrag zum Thema Demokatie und Kapitalismus hat Franz Schandl mal gehalten und ist im Audioarchiv als Download verfügbar.
)
(Wobei das Ende zu Diktatur meiner Meinung nach seeehr vorsichtig zu genießen ist…
freie abhängigkeit (=abhängigkeit vom kapital) ist also besser als persönliche abhängigkeit … also so abstrakt gesehen klingt das ja richtig toll!
die phrase von freieren und gleicheren menschen kennst du aber?!