Ja, logisch. Schon durch die Mitwirkung auf Compilations wie »I can‘t relax in Deutschland« vom Leipziger Conne Island ist klar, dass wir keine Berührungsängste mit Bewegungen haben, die man gemeinhin als antideutsch rezipiert. Als antinationalistisch zu gelten macht uns kein Kopfzerbrechen, das ist doch klar, dass man als Band wie als Privatperson antinationalistisch ist.
Von der Performance her unerreicht war immer die Marxistische Gruppe (MG). Die Jungs mit Münchner Akzent und schicken Lederjacken wussten immer alles besser. Immer. Legendär ihre Auftritte in philosophischen Seminaren, in denen sie die einzigen waren, die Hegel gelesen hatten. Marxistische Gruppe, dass bedeutete: keine Kompromisse. Mit der Arbeiterbewegung hatten sie nichts am Hut, mit freien Wahlen und dem ganzen Demokratiescheiß auch nicht. Die MG stand für die reine, knallharte Kapitalismuskritik. Traurig: 1991 gab sie ihre Selbstauflösung bekannt. Übrig geblieben ist lediglich die Zeitschrift GegenStandpunkt. »Wichtig an einer Wahl ist also zuerst und vor allem das, was nicht zur Wahl steht, mit der Wahl aber stillschweigend abgehakt wird. Das ist nämlich nichts Geringeres als die gesamte politische Herrschaft«, steht in der aktuellen Ausgabe. Der Kampf geht weiter.
Die sinistra² gönnt sich nur einige kleine Fehler (Ziviliationsbruch z.B.) und schreibt ansonsten treffende Sachen über Deutschland, seine Vergangenheit und die Antifa: »Ich kann die Auschwitzscheiße nicht mehr hören…« Ich hab zwar ein bißchen das Gefühl sie können zur Demokratie auch weniger sagen, zumindest negatives, aber das war nicht Gegenstand des Textes.
Und ein wenig aus der freiwilligen Selbstzensierung, Heise berichtet über die Rückrufaktion des neuen Wolfensteins wegen der Aufregung um ein einzeles im Spiel verbliebenem Hakenkreuz:
heise.de – Activision Blizzard ruft Wolfenstein zurück [Update]
So oder ähnlich lesen sich die Nachrichten, die man als Autor von den Herausgebern dieses Magazins erhält. Nur vielleicht in noch krasserem Befehlston. Der Ausweg aus der Einheit von Image und Life ist hier offensichtlich nichts wert. Hate ist die Party. Okay, erstmal Handy aus.
Ein Text von Linus Volkmann übers Ausgehen. Okay, dagegen.
Der Wahlkampf geht zu Ende, die Berichte werden immer niveauvoller
Wir weisen darauf hin, dass Adressdaten für viele Firmen von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind und nicht immer für Zwecke verwendet werden, die mit der JOBBÖRSE in Verbindung stehen. Für eine solche missbräuchliche Verwendung übernimmt die Bundesagentur keine Haftung.
Ergo, wer seine Bewerbungschancen verbessern will, indem sie die persönlichen Daten komplett veröffentlicht (und das sind wirklich alle Daten) die ist selbst dran schuld, wenn Firmen das Internetangebot der Bundesagentur für Arbeit auslesen und einen danach mit Tonnen an Werbung überschütten.
Praktisch für die Firmen dabei: Die müssen die Daten noch nichtmal zusammenkaufen, sondern kriegen sie gratis hinterhergeschmissen. Wer kann bei diesem Angebot schon Nein sagen?
Auf ’ne Art amüsant sind aber auch die anderen Fragen, die das JobCenter einem im Fragebogen so abervlangt, etwa ob man international pendeln möchte, weltweit einen Job sucht oder mal eben kurz bereit ist sich einen Kraftfahrzeug anzuschaffen. Das liegt sicherlich im Rahmen der Portokasse der normalen Kundin.
Der Sommer geht zu Ende und die heimischen Gefilde auf den Wiesen und Afterhours dieser Welt werden gegen Decken, Kakao und Filmabende eingetauscht. EinBlog fehlt dabei natürlich nicht und tauscht den Tekkno kurzfristig gegen melodische Klänge aus normalen Instrumenten aus, naja fast zumindest. We Are Happy Now:
Trackliste:
01 The Killers – Enterlude
02 Band Of Horses – The Funeral
03 Grizzly Bear – While You Wait For The Others
04 Oren Lavie – Her Morning Elegance
05 Tocotronic – Das Unglück Muss Zurückgeschlagen Werden
06 Black Lips – Bad Kids
07 Friska Viljor – We Are Happy Now (La La La)
08 Katzenjammer – A Bar In Amsterdam
09 The Cat Empire – The Chariot
10 Noze – You Have To Dance
11 Frittenbude – Mindestens In Tausend Jahren
12 Juri Gagarin – Supermarkt
13 Fischerspooner – Emerge
14 Paul und Fritz Kalkbrenner – Sky And Sand
15 Röyskopp – What Else Is There (Trentemoeller Remix)
Größe: 93 MB
Bitrate: leider verschiedene
Genre: Rock/Folk/Electro
P.S. Ich lade die alten Sampler im Laufe des Abends auch nochmal alle bei rapidshare hoch, damit sich auch ja niemand mehr über die Geschwindigkeitsprobleme bei zshare beschwert.
P.P.S. Links in den Unterseiten von Musisches ersetzt. Viel Spaß.