Genderwahn?

Der RFS fordert das Ende des »Genderwahns«. Frauen sollen statt einer Quotenlösung »erkennen, das sie, genauso wie ihre männlichen Konkurrenten auch, die Karriereleiter mit ihrer Kompetenz und nicht mir ihrer weiblichen Geschlechtsrolle hinaufkämpfen müssen«, heißt es in einem Flugblatt des RFS.

rfs
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5 Anmerkungen zu »Genderwahn?«


  1. 1 stgx 26. Mai 2009 um 18:36 Uhr

    hm. was ist denn jetzt deine meinung dazu? warum übertitelst du das zitat mit „Genderwahn?“ ?

  2. 2 ♥Tekknoatze 26. Mai 2009 um 20:10 Uhr

    Meine Meinung ist, dass ich das für ziemlichen Schmarn finde. Nicht nur die Pathologisierung der Kritik als »Wahn«, sondern auch das was der RFS sonst zum Thema zu sagen hat. Aus deren Pamphleten sprechen halt die Neoliberalen. Die sagen, ist doch egal wie’s geschrieben wird, hat doch jede_r ihren_seinen eigenen Erfolg zu schmieden, unabhängig vom Staat. Aber darum gehts mir gar nicht. Mich stört nicht, dass zu wenige Frauen (oder solche, die dazu gemacht werden) in den Chefetagen sitzen, sondern in dem Teil überhaupt die Einteilung in oben und unten.
    Dass es bei der Kritik einer männlich dominierten Sprache aber nicht nur um ökonomische Faktoren geht wollen die ja gar nicht sehen, ebenso wenig wie dass eine Kritik an Gender ja eben eine Kritik der Geschlechterrollen ist und nicht das Zurückziehen in diese.

  3. 3 M. Nowak 28. Mai 2009 um 21:53 Uhr

    „Aus deren Pamphleten sprechen halt die Neoliberalen. “

    es ist schon bekannt, dass der rfs die studentische vorfeldorganisation der fpö ist?
    und die fpö ist seit ihrer spaltung alles andere als liberal. der nationalliberale flügel hat zusammen mit haider das bzö gegründet. in der fpö hingegen hat sich der deutschnationale, sozialpatriotische flügel gesammelt.
    und wenn du dir die truppe des aktuellen rfs anschaust, wirst du sehen, dass da fast alle männlichen mitglieder deutschnationaler burschenschaften sind. dass diese männerbünde dann solche parolen zu geschlechterrollen hervorbringen ist dabei nicht weiter verwunderlich, oder?
    und mit (neo)liberal hat der rfs wirklich nicht mehr viel am gut.

  4. 4 ♥Tekknoatze 28. Mai 2009 um 22:35 Uhr

    Also, ich hab mich mit dem RFS nun nicht bis auf das Letzte auseinandergesetzt (ehrlich gesagt war mir ziemlich schnuppe was für Hochschulgruppen in Ö. ihr Unwesen ihr Unwesen treiben vorher) aber aus dem was ich bis jetzt gelesen hab schienen es mir ziemlich liberale Marktapologet_innen sein. Und dieses Geschwätz in dem Zusammenhang von wegen, jede_r hat schon zu gucken wie man an die Fleischtöpfe der Gesellschaft zu kommen schien mir da jetzt nicht den Dissens aufzumachen. Aber ich lass mich da gerne verbessern und les auch grad ein bißchen durch deren Gehirndünnschiß.

  5. 5 Azurite 04. Oktober 2009 um 19:51 Uhr

    Ganz egal wer diese Meinung noch vertritt, meine persönliche Meinung zu dieser Gender-Scheiße ist: Als ob eine aufgezwungene künstliche Sprache den Menschen auch nur irgendwie verändern würde… träumt weiter.

    Mag zwar sein dass man das nicht öffentlich äußert, aber fast jeder, der ich kenne, verdreht einfach nur mehr genervt die Augen wenn wieder irgendeine abstruse neue Sprachverdrehung bekannt wird… bestenfalls wird noch darüber gelacht. Ernstgenommen wird das jedenfalls nicht.
    Mit diesem ganzen Quatsch (den ich für nichts weiter als eine lächerliche Modeerscheinung halte) schießen sich diese FrauInnen nur selbst ins Bein, denn irgendwann werden sie nur mehr ausgelacht, selbst aus den eigenen Reihen.
    Als ob es nicht handfestere Probleme zu lösen gäbe.

    Ich fühl mich ganz wohl so als Mensch, ich muss mich nicht MenschIn nennen, nur weil ich eine Frau bin.

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