Sehr richtig II

Die radikale Linke hat den Kapitalismus als Modus der Vergesellschaftung zu kritisieren, nicht einzelne KapitalistInnen oder Kapitalfraktionen, sie hat die nationalstaatliche Verfasstheit der Welt zu kritisieren und nicht einzelne nationalstaatliche Entitäten.

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2 Anmerkungen zu »Sehr richtig II«


  1. 1 MPunkt 26. Februar 2009 um 7:36 Uhr

    Daran ist mal überhaupt nix richtig.

    1.) Kritik stellt halt die Eigenschaften und deren notwendigen Zusammenhänge eines Gegenstands fest. Ein Resultat vorab als moralische Dienstanweisung festzulegen, ist also sachfremd.

    2.) Deshalb stimmt ein Resultat so einer Befassung auch entweder, oder es stimmt nicht. Die radikale Linke hat dieses Resultat (qua moralischer Dienstanweisung) zu haben, der Rest nicht, ist daher doppelt Quatsch.

    3.) Ist der aufgemachte Gegensatz gar keiner. Als könnte man die „nationalstaatliche Verfasstheit der Welt“ kritisieren, ohne dass die Kritik sich an den Nationalstaaten festmacht. So ein schädlicher Mist, dass überall bgl. Staaten hocke und eine Eigentumsordnung durchherrschen, aber am je einzelnen konkreten bgl. Staat ist es uns egal? Wtf? Analog für die Kapitalisten.

    Es kommt doch auch den Inhalt der Kritik an – über den kann man streiten. Etwa, ob die Schädigungen, die ein konkreter Staat verursacht, darin begründet liegen, dass es ein bgl. Nationalstaat ist, oder daran, dass der angeblich vom Ideal des bgl. Nationalstaats abweicht.

    Praktisch (extra für ug-Fans :P ) macht man die Kritik eh durch die Enteignung der konkreten einzelnen Kapitalisten und die Zerschlagung der konkreten einzelnen bgl. Nationalstaaten. Was gleichbedeutend mit der Abschaffung des Kapitalismus und der „nationalstaatlichen Verfasstheit der Welt“ ist.

  2. 2 ♥Tekknoatze 27. Februar 2009 um 12:28 Uhr

    Sorry, dass es nen bisken gedauert hat. :)>-
    1. Das ist keine vorabgegebene Moralanweisu´ng sondern die Konsequenz einer Kritik.
    2. Es geht doch darum, dass eine radikale Linke um radikla zu sein nicht bei der Kritik einzelner Kapitalist_innen oder einem einzelnen Nationalstaat stehen bleiben kann. Diese Kritik ist kaum radikal sondern am ehesten noch konstruktiv. Konstruktive Kritik aber, die ihre Kritik in den Verhältnissen äußert und nicht an den Verhältnissen dient eben nicht dafür sie umzuwerfen und den Kommunismus näher zu bringen sondern höchstens die Verhältnisse »immerhin« erträglich zu gestalten.
    3. Es geht doch überhaupt nicht darum, dass die Staaten aufgelöst werden müssen, sondern darum wie die Kritik an ihnen formuliert ist. Und da ist eine Kritik, die heute halt in dem oder dem bürgerlichen Staat DAS Böse ausgemacht haben will falsch. Eben weil die einzelnen Nationalstaaten in Formen der Vergesellschaftung verhangen so wie es die Kapitalist_innen sind. Und Kapitalist_innen wie auch Politiker_innen soll es durchaus möglich das oft herbeigeschworene Argument zu lernen.

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