Found

Aber Linken, die wohl selbst dann, wenn eines Tages alle Banken verstaatlicht wären, noch immer vom »Neoliberalismus« sprechen würden, ist an der Aktualität ihrer Analysen nicht unbedingt gelegen, solange sie noch genug moralische Resonanz erzeugen. Und das gelingt mit der Vorstellung einer allmächtigen Nato, die souverän über Krieg und Frieden bestimmt, bekanntlich gut, auch wenn das Bündnis eigentlich seit Jahren nichts mehr auf die Reihe bekommt – einmal abgesehen vom Schutz des Seehandels vor ein paar Piraten in wendigen Gummibooten.

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8 Anmerkungen zu »Found«


  1. 1 lahmacun 14. Februar 2009 um 12:42 Uhr

    weil insbesondere Deutschland aus Rücksicht auf seine friedensbewegte Bevölkerung nicht viel mehr unternehmen mag

    das ist blödsinnig. der grund dafür, dass das nato-bündnis nicht mehr so stabil ist, ist, dass die EU – unter führung deutschlands – seit geraumer zeit eine eigene kampftruppe aufbaut (und die ist nicht auf frieden aus! von wegen „rücksicht“!), weil sie ihre imperialistischen interessen unabhängig von den usa (und gegen die usa) durchsetzen wollen.

    ich empfehle zur lektüre:
    gerald oberansmayr: auf dem weg zur supermacht. die militarisierung der europäischen union.

  2. 2 bikepunk 089 14. Februar 2009 um 13:37 Uhr

    Der verlinkte Artikel ist einfach eine bescheurte Polemik, in der die globalen Kriegseinsätze der Nato kleingeredet werden und haltlose Unterstellungen gen die radikale Linke geäussert werden (der Autor liest in diesen Text eine aktive Unterstützung der Taliban hinein, das ist schon mehr als fantasievoll).
    Warum diesen Blödsinn kommentarlos verlinken?

  3. 3 ♥Tekknoatze 14. Februar 2009 um 13:49 Uhr

    Wie es dir vielleicht aufgefallen ist kommentiere ich unter »Found« sortierte Links nie, das sind Textstellen, die mich zum Lachen gebracht haben.
    Ich hab den Text aber gerade nochmal überflogen, hab aber die Stelle nicht gefunden wo in den von dir verlinkten Text aktive Unterstützung der Taliban reingedichtet wird. Welche Textstelle meinst du denn?

  4. 4 bikepunk 089 14. Februar 2009 um 15:05 Uhr

    Da es sich die Nato-Strategen zum Ziel gesetzt hätten, den Unterschied zwischen »innerer« und »äußerer Sicherheit«, zwischen »Polizei und Militär«, zwischen »Razzia und Krieg« aufzulösen, »müssen wir ihre Strategie zu unserer Waffe machen und ihr Kalkül absoluter und umfassender ›Sicherheit‹ immer und überall dort durchkreuzen, wo es uns direkt entgegentritt und breite taktische Bündnisse ermöglicht«, propagieren die Gegner der Konferenz. Dies sei »auch in Sachen praktischer internationaler Solidarität« das Gebot der Stunde. Da liegt, wenn schon Militäroperationen im Irak mit dem bayrischen Versammlungsgesetz verknüpft werden, die Frage nahe, ob die »internationale Solidarität« und das Bündnisangebot der Friedensfreunde dem »irakischen Widerstand« oder den Taliban gelten.

    Das „found“ nicht so deine Lobeskategorie ist, war mir nicht klar.

  5. 5 lahmacun 16. Februar 2009 um 13:17 Uhr

    werbung!
    vortrag von gerald oberansmayr zur eu-militarisierung (und auch nato):
    http://lahmacun.blogsport.de/2009/02/15/eu-militarisierung/

  6. 6 ♥Tekknoatze 16. Februar 2009 um 13:34 Uhr

    Schleichwerbung will ich hier nicht. Wäre schön wenn du mir ein paar Euro zahlen würdest.
    bikepunk: Polemik sicherlich. Bei so manchen Teilen der Friedensbewegung, und damit mein ich erstmal nicht das verlinkte Bündnis, aber keine so unangebrachte.

  7. 7 lahmacun 16. Februar 2009 um 13:48 Uhr

    pf. kannst den kommentar ja löschen, wennst meinst, der vortrag wäre nicht gut und es lohne sich daher nicht, ihn sich anzuschauen. >:p

  8. 8 ♥Tekknoatze 16. Februar 2009 um 13:52 Uhr

    Hät ja klappen können. Na dann macht halt Werbung. Zum Vortrag kann ich erst später was sagen.

Ein_e verbitterte_r Redakteur_in hat weite Kommentare zu diesem Beitrag untersagt.