Und es schlägt 13 Part II

Mittlerweile haben die Helden der antifaschistischen Bewegung auch einen Indymedia-Artikel von der Demo veröffentlich, zu der mobilisiert wurde1 veröffentlicht, weil der Club 88 aber anscheinend keinen Bock auf Feierei mit Antifas vor der Tür hatte wurde der Anlass, die 12. Geburtstagsparty, nach hinten verschoben.
Den wackeren Antifaschist_innen wurde somit nochmal die Möglichkeit gegeben sich zu versammeln und „die Innenstadt nazifrei zu halten“, was dann einige auch taten2.
Und was schlecht anfängt hat bekanntlich den Drang selten progressiv zu enden. Der Bericht der Antifa-Aktionen scheint eher ein alternativer Polizeibericht zu sein, denn ein Bericht über irgendetwas, das nur im Entfernstesten als emanzipativ zu bezeichnen wäre. Stilblüten:

Es stellt sich hierbei die Frage, ob es ein Versuch war das Ereignis zuvertuschen, denn auch schon nach der Demo von letzter Woche veröffentlichte die Polizei keinen Pressebericht, so dass die Teilnehmerzahl in den Medien von rund 800 auf 250 Teilnehmer sank.

Natürlich, weil die Polizei keinen Pressebericht veröffentlicht hat, haben alle Medien sich gedacht unterschlagen wir mal ca. 500 Teilnehmer_innen. Wenn die Polizei nun aber einen Pressebericht veröffentlicht hätte, würden sich die Medien denken „Harhar, schreiben wir mal 800 statt 250. Anstatt hier also den schwarzen Peter der Pressestelle der Polizei zuschieben zu wollen, da stellt sich bei mir auch die Frage was für gute Presse die veranstaltenden Gruppen wohl von einem Polizeipressebericht erwarten, hätte man ja auch selber mal sowas praktisches wie ne Pressemitteilung schreiben können, soll funktionieren wurde mir mal gesagt.

Für viele spontan angereisten Antifaschisten, die sich um die Veranstaltung in der AJZ Sorgen machten, schien sich die Lage durch die Polizeipräsenz beruhigt zu haben, so dass viele vorzeitig wieder abreisten.

Weil wenn die Antifas ihren besten Freund die Polizei neben sich stehen haben kann man in der Regel immer wieder beruhigt in die Heia gehen.
Aber wie das immer so ist, als das alle Antifas wieder in ihrer WGs oder sonstwo angelangt waren, sind die Nazis auf einmal aufgetuacht und wechselten den Ort ihrer Party vom Club 88 in eine ihrer Stammkneipen.

Somit bestand trotz blitzartig erhöhter Polizeipräsenz eine latente Gefahr für die Gäste der AJZ.

Ist halt scheiße, wenn einen der beste Freund im Regen stehen lässt. Aber kein Grund zu verzweifeln! Stattdessen wird noch schnell eine gewitzte Abschlußforderung gestellt, die alles was das aufrufende Bündnis an Demokratieidealismus bisher gezeigt hat nochmal übertrumpfen könnte:

Die Stadt Neumünster wäre gut daran beraten, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und frühzeitiger versuchen, die Titanic zu schliessen, damit sie nicht der zweite Club 88 wird oder bleibt !

Klar, weil sonst ist hier bald alles noch voller mit Nazis und das kann ja nicht im Interesse der Stadt sein.
Obwohl, eigentlich:

[Wie kommts eigendlich; Anm. ♥]…das faschos trotz regenwetters, sonnenbrillen tragen dürfen und so auch noch eine spontandemo anmelden können?? Bei uns würde es doch gleich ärger geben, auch wenn die Sonne wirklich blendet.
merkt wer was??3

Da war ja was der Staat, und besonders die doofen Polizist_innen, sind ja von oben bis unten mit Nazis und deren Freund_innen durchsetzt.

♥Tekknoatze

  1. Mit der Mobilisierung habe ich mich im Artikel „Und es schlägt 13“ auseinandergesetzt. [zurück]
  2. Indymedia [zurück]
  3. Quelle [zurück]
Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • Identi.ca
  • StumbleUpon