A piece of comedy

Beim Durchstöbern der unendlichen Weiten meines Musikordners ist mir heute ein besonderes Prachstück des Gutmenschentums „Die Rote Schulhof CD“ der SDAJ aufgefallen. Meine anfänglichen Befürchtungen wurden in so grandioser Weise übertroffen, dass ich meinem Amusement hier nun Ausdruck verleihen muss.
Neben viel Standartlangeweile wie Raggabund oder No Respect wartet die CD mit einigen Perlen auf als da wären Die volle Breitseite regressiven Antikapitalismus aka Die Bandbreite, die Oma Körner Band mit ihrem Smashhit des Antiamerikanismus „Ein Hoch den USA“ und nicht zuletzt der „Redebeitrag“ der SDAJ mit dem Titel „Zeit sich zu wehren“.
Bevor wir uns der Musik widmen noch ein kurzer Blick auf das Cover:
sdaj homiez
Also nun gemeinsam gegen Nazis, Bonzen und Militärs!
Beginnend die Bandbreite mit „Wir können auch anders“.
Anders gekonnt will hier wohl nur die Neuregelung der Kapitalakkumulation in Richtung „Umverteilung aus euren Schatzruhen“ gekonnt werden.
Das aber gepaart mit klarer Feinbildbestimmung so tönt es „Die Neuform des Faschismus heißt heute Neoliberalismus“ und sowieso die „fetten Heuschrecken gehören aufgeschreckt“:
[audio:DieBandbreiteWirknnenauchanders.mp3]
Next on the Agenda: Oma Körner und ihm ihre Band. Viel zu sagen bleibt nicht angesichts sich wieder einstellender Lachheulkrämpfe.
Eine Warnung noch für Menschen mit Countryallergie: nicht anhören! „Ein Hoch den USA“ ist nämlich ein grauenhaftes Cover von good ol‘ Johnny’s Ring of Fire.
[audio:OmaKrnerBandEinHochdenUSA.mp3]
Um dem Vorbild der völkischen Freaks möglichst genau zu folgen darf der in der Seele weh tuende Redebeitrag der HerausgeberInnen, gehalten übrigens vor schlechter Spannungsmusik, über die Übel dieser Welt und deren VerursacherInnen selbstverständlich nicht fehlen.

amused
♥Tekknoatze

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10 Anmerkungen zu »A piece of comedy«


  1. 1 rockstar 13. August 2008 um 11:34 Uhr

    *thumbs up!* super ding.

    „ein hoch den usa“ is ja mal der hit schlechthin. sicher nur eine frage der zeit, wann das lied auf demos der autonomen nationalisten läuft.

    nicht zuletzt rockt noch der redebeitrag der sdaj dermaßen, dass ich glatt beflügelt bin mir ein gewehr zu schnappen und mich endlich zu wehren. ml-trash at its best

  2. 2 Wendy 13. August 2008 um 14:42 Uhr

    Das Country-Lied ist schlimm, aber so richtig schlimm antiamerikanisch fand ich das jetzt nicht. Müsste mensch sich mal angucken, was die Band sonst noch so macht, aber die üblichen Verteufelungen waren jetzt nicht mit bei. Dafür aber ne Solidarisierung mit dem us-amerikanischen Prekariat/Proletariat, den amerikanischen Ureinwohner_innen und den Schwarzen dort. Schlimm find‘ ich nur die musikalische Umsetzung und die Tatsache, dass die SDAJ wohl meinte, dem rechten (=bösen) Antiamerikanismus nen linken (=guten) Antiamerikanismus entgegensetzen zu müssen, um bei der Jugend punkten zu können.

    „Die Bandbreite“ habe ich mir aus Selbstschutzgründen garnicht erst gegeben, den Redebeitrag abgebrochen (aber der Nazi-Vergleich anhand schlechter Spannungsmusik ist ja nun mal wirklich an den Haaren herbeigezogen :D ).

  3. 3 ♥Tekknoatze 13. August 2008 um 16:35 Uhr

    rockstar: danke ;)
    wendy: ich find den vergleich durchaus passend :D. die bandbreite solltest du dir geben das lied ist der hammer.
    Du willst doch aber wohl nicht leugnen, dass das Lied durchaus Qualitaeten eines Smashhits aufweist, oder? trash.

    in love
    ♥Tekknoazte

  4. 4 Wendy 13. August 2008 um 17:28 Uhr

    Uff, wenn du oder wer anders da nen flotten Beat drunterlegen, vielleicht. Aber Country-Songs haben im Allgemeinen eher wenig Smash-Hit-Qualitäten…

    rockstar: Meinst du, Autonome Nationalisten solidarisieren sich mit den Betroffenen der rassistischen Innenpolitik der USA und den Illegalen Einwanderer_innen dort? Wär mir neu.

  5. 5 ♥Tekknoatze 13. August 2008 um 17:46 Uhr

    Ja nen flotter Beat waer was. Kann ich aber nicht. Ich kann sowas nur hoeren und halbegs gut miteinander vermischen xD.
    Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich in der Bad-Taste Rubrik auch solche Lieder als Smashhits definiere.

    2. Zumindest die Solidaritaet mit „indigenen Voelkern“, denen der weisse Feind in Amerika die natuerlichen Lebensraeume genommen hat koennte irgendwie verwurstet werden. Is mir aber auch irgendwie wurst.

    still amused
    ♥Tekknoatze

  6. 6 Wendy 13. August 2008 um 19:32 Uhr

    Uff, sag‘ mir ein besseres Wort für „Ureinwohner“. Da muss aber trotzdem bei rumkommen, dass die vor den weißen, europäischen Kolonisatoren, die zig Millionen von ihnen getötet und ebenso viele versklavt haben, da gechillt haben…

  7. 7 ♥Tekknoatze 13. August 2008 um 21:48 Uhr

    Von mir aus koennen es gerne UreinwoherInnen mir gings eher um den Begriff des Volkes but so what.
    Wenn dir das Chillen wichtig is koennte man sie auch UrchillerInnen nennen.

  8. 8 Wendy 13. August 2008 um 22:07 Uhr

    Yeahuah.

  9. 9 soft_brain 14. August 2008 um 14:00 Uhr

    Verdammt – Jetzt hab ich nen Ohrwurm! Mist.
    Schnell mal „jede Zelle“ hören, um wieder den Normalstand zu erreichen.

  1. 1 Politische Verwirrungen Part 56 aka SDAJ Nummer 2 Ausgabe 1 « »Stil, Irrelevanz und Bewegungsmangel« | EinBlog Pingback am 15. Dezember 2008 um 19:15 Uhr
Ein_e verbitterte_r Redakteur_in hat weite Kommentare zu diesem Beitrag untersagt.