„Linke“ Verwirrungen Part 4

red surfer hatte schon damit angefangen die Antifa Heinsberg zu kritisieren ich versuche mal seinen Text noch ein kleines bißchen zu ergänzen.
1. Dieses Bild: Ihr scheint ja einem recht kranken Männlichkeitsideal anzuhängen. Was macht körperliche Schwachheit, Unerwachsenheit (sic!) oder Feigheit denn bitte zu Gründen nationalen Gedankenmustern zu folgen?
Wenn man euren Gedanken dann zu Ende denkt sind bei euch also nur krasse voll Prollomänner erwünscht, die sich auch ordentlich was trauen und auch alleine gegen 20 Nazis noch stumpf „Antifa heißt Angriff“ brüllen?
2. Ein Bild von euch, dass durch euren Header nochmal bestätigt wird. Stumpfes Abfeiern männlicher Anabolikajunkies, jiha! Wieder bleibt mir der Gedanke, dass ihr vom hinterfragen patriachaler Herrschaftsstrukturen und dem kritischen gegenüber stehen gegen Macktertum nicht viel haltet. Dabei sollte das aber eine Grundlage antisexistischen Denkens sein, und dagegen seid ihr ja angeblich auch.
3.1. Kommen wir zu euren Gegners nachzulesen im Über uns Teil.

Wir sind von einer antikapitalistischen, antirassistischen, antinationalistischen, antisexistischen, antihomophoben, antispezisistischen und natürlich antifaschistischen Überzeugung geprägt und lehnen den Antisemitismus ab.

Das ist ja super. Mal abgesehen davon, dass ihr vielleicht auch sowas was wie Analysen desjenigen schreiben solltet, was ihr alles ablehnt (auch wenn das dann ca. 10 Seiten Selbstverständnis werden würden, man gönnt sich ja sonst nichts). So bleibt nichts anderes als leere Worthülsen, die noch dazu falsch geschrieben werden, Speziesismus nicht wahr, kommt von Spezies. nicht von Spezis.
3.2.

Da diese Werte in unserer Gesellschaft Stück für Stück abnehmen, sehen wir es als selbstverständlich an diese Werte hochzuhalten und die Gegner dieser in jeder Form zu bekämpfen.

Werte, hmm da war doch was… Richtig Wertedebatte. Warum benutzt ihr hier bitte den Begriff des Werts? Und was stellt bitte für Erwartungen an eine kapitalistische Gesellschaft? Richtig gar keine. Eine Gesellschaft, die daraus ausgelegt ist Menschen auszubeuten hat wohl kaum Platz für Antifaschismsu etc. Außerdem beklagt ihr den Verlust(!) dieser Einstellungen in Deutschland, einem Land in dem es diese mal abgesehen vom deutschspießigen BürgrInnenantifaschismus nie gegeben hat.

Freiheit für jedermann und Kampf dessen Gegnern!

Wie das war das noch gleich mit euren Antisexismus/Antispeziesismus? Müsste sich doch aus ersterem ableiten, dass es Freiheit für jeden Menschen heißen sollte, und aus zweiterem glatt „Freiheit für jedes Lebewesen“.
4.1.

Mit Bedauern stellen wir fest, dass die Handlungen der Strafverfolgungsbehörden von weitgehender Erfolglosigkeit geprägt sind. Durch die ungenügende Tätigkeit von Polizei und Staatsanwaltschaft drohen in Aachen rechtsfreie Räume zu entstehen.

Ohh nein! Die bösen guten PolizistInnen helfen uns nicht mehr :( Das führt natürlich und logischerweise zu
4.2.

Wir vertrauen nicht länger auf staatliche Organe. Die schützen uns nicht!

Wie bitte? Der gute Staat schützt uns auf einmal nicht mehr? Spätestens dann wirdes natürlich Zeit die Sache in die eigene Hand zu nehmen, das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass der Staat böse sei. Soweit kommts noch.

Geht denken
♥Tekknoatze

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1 Anmerkung zu »„Linke“ Verwirrungen Part 4«


  1. 1 maximal 28. März 2008 um 11:27 Uhr

    Schöner Beitrag! Diese Stilisierung eines männlichen Proll-Ideals ist ja schon ziemlich abstoßen!

Ein_e verbitterte_r Redakteur_in hat weite Kommentare zu diesem Beitrag untersagt.