Man geht doch nie so ganz…

Fidel „maximo lider“ Castro hat sich ja schon Mitte letzter Woche in den (fast) Ruhestand verabschiedet.
Ab heute ist es offiziell: Die Staatsgeschäfte in Kuba werden nun von Raúl Castro, Fidels Bruder, geleitet, dieser ist nur einige Jahre jünger und damit vielleicht nicht die sicherste Bank was Absicherung in die Zukungt bedeutet.
Aber weg ist er nicht. Soweit kommts ja noch. Fidel bleibt, wenn auch nicht quietschfidel (Tschuldigung, das Wortspiel musste jetzt sein), weiterhin Generalsekretär der kommunistischen Partei Kubas.
Wie lange noch, dass weiß niemand. Lange genug vielleicht um im nächsten Jahr 50 Jahre Revolution zu feiern.
Interessanter als der Zeitpunkt des Ablebens Castros mag für manche so oder so sein wie sich Kuba zuküntig orientiert. Raúl wird freiwillig nichts ändern, das scheint Tenor in allen Kommentaren zu sein.
Aber lässt die Bevölkerung zu, dass sich nichts ändert?
Um ehrlich zu sein: die Revolution in Kuba hat großen Teilen der Bevölkerung kein Leben in Luxus und Wohlstand ermöglicht. Und so wachsen auch widerständige Stimmen im Land.
Und umso lauter der Widerstand umso mehr sind die Regierenden in der Pflicht. Das es nicht möglich ist ein kommunistisches Traumland auf der Insel zu errichten abgeschottet von der kapitalistischen Barbarei der anderen Staaten kann und sollte nicht das Ziel sein.
Vielmehr muss die Bevölkerung angemessen entlohnt werden, soziale Standarts angehoben und Rechte wie z.B. die Informationsfreiheit gegeben werden.
Das ganze wird dann vielleicht nichts anderes als ein kapitalistisches Kuba, was aber angesichts der globalen Umstände vielleicht die einzige Möglichkeit sein mag. Oder die Regierung kriegt es gedeichselt die Ansprüche der Bevölkerung zu regeln gleichzeitig aber den Geist der Revolution zu erhalten.
Schön wärs- illusorisch vermutlich auch.

Links:
tagesschau.de 1
Spiegel Online
tagesschau.de 2

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1 Anmerkung zu »Man geht doch nie so ganz…«


  1. 1 Aha :-) - Pisa-Politik | Politiklive Pingback am 27. März 2008 um 12:02 Uhr
Ein_e verbitterte_r Redakteur_in hat weite Kommentare zu diesem Beitrag untersagt.